Ich habe gehört - jetzt aber sehe ich

Datum: 65-1127E | Dauer: 2 stunden | Übersetzung: BBV
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Shreveport, Louisiana USA

E-1 Du kannst sitzen. Es ist gut, heute Abend wieder hier zu sein. Wir sind dankbar, daß wir erneut die Gelegenheit haben, dem Herrn zu dienen. Nachdem ich euch gestern abend so lange festhielt, würde ich es nicht fair finden, euch heute abend ebenfalls erst spät zu entlassen.
Gerade vorhin hörte ich einem Mitbruder von uns zu, der aus Indiana gekommen ist. Ein sonderbarer Traum bewegt ihn sehr. Er war noch nie zuvor in seinem Leben in Shreveport. Vor kurzem träumte er eines Nachts, daß er nach Shreveport gekommen ist, aber nicht mit seinem Auto. Er kam in eine Gemeinde, in der ich predigte. Er erzählte, nachdem ich gepredigt und für die Kranken gebetet hatte, sollte etwas geschehen. Am nächsten Tag sei er wieder gekommen. Das Aussehen des Gebäudes sei ihm bekannt gewesen, so sagte er. Auf der anderen Straßenseite hatte sich ein Auditorium befunden, doch sie sind nicht dort hineingegangen. Er sagte: „Es war auf dieser Seite in einem gemauerten Gebäude, das einen Seitenflügel hatte. Das Gebäude sah genau wie dieses aus.” Der Bruder hat öfter Träume; ich habe seine Träume gesehen und weiß, daß sie wahr sind.
E-2 Er erzählte, daß ich am letzten Abend ebenfalls gesprochen und dann für die Kranken gebetet hätte. Ich sagte darin: „Etwas ist im Begriff zu geschehen.”, und es hörte sich wie ein Donnerschlag an. Daraufhin hätten die Menschen zu schreien begonnen. Als der Donner verhallte, so erzählte er, wäre daraus eine Stimme entstanden, die zu reden begonnen hatte. Während sie sprach, kam die Herrlichkeit Gottes in Gestalt der Feuersäule durch diese Fenster dort oben herein. Er hat sie noch nie gesehen. Zwar hat er schon davon gehört, doch selbst gesehen hat er sie noch nie. Er sagte: „Sie kam so durch die Fenster und formte sich genau hier über der Zuhörerschaft zu dem Licht, das man auf dem Foto sieht.” Dann wären dröhnend Worte erschollen, und ich hätte dort gestanden und gesagt: „Das ist Jehova, Gott.”
Er sagte, dabei hätte er an das denken müssen, was geschah, als Moses das Volk aus Ägypten geführt hatte und als sie sagten: „Moses möge zu uns reden, nicht Gott, sonst müssen wir sterben.
Er erzählte weiter: „Alle waren zu Boden gefallen, streckten ihre Hände aus und schrien.” Auch er habe geschrien: „Mein Gott und Herr, ich liebe Dich! Ich liebe Dich!” Da rüttelte ihn seine Frau, so daß er erwachte.
E-3 Ich sehe ihn jetzt gerade den Gang hinuntergehen. Es ist Bruder Jackson, ein ehemaliger Methodistenprediger. Es hat ihn so mitgenommen, daß er hierher gekommen ist. Er sagte, daß er ganz erstaunt war, als er hereinkam, weil alles genauso ist, wie er es in dem Traum sah. Ich weiß nicht, was es bedeutet. Der Herr hält es vor mir verborgen. Doch es könnte etwas geschehen, nachdem Bruder Jackson das geträumt hat. Ich kenne ihn als einen aufrichtigen Mann und wirklichen Knecht Gottes.
Ich weiß, daß er Träume hatte. Er kam damit zu mir, und der Herr schenkte mir die Deutung. Es war immer vollkommen. Einmal hatte er sogar einen Traum über meinen Umzug nach Arizona.
Es hat ihn sehr bewegt. Er hat seine Frau mitgebracht. Sie wird in Kürze Mutter, deshalb konnte er nur per Flugzeug reisen. Er hatte das Geld nicht, doch jemand gab es ihm. Alles hat sich so wunderbar ergeben, daß wirklich etwas geschehen könnte. Wir hoffen es. Wir wissen nicht, was der Herr uns bereitet hat.
E-4 Wir sind dem Herrn dankbar, daß wir gerade in diesen Tagen, so kurz vor der Wiederkunft des Herrn Jesus, leben dürfen. Wie ich früher schon sagte, ist es die gewaltigste Zeit in der ganzen Geschichte. Ich möchte lieber jetzt als zu irgendeiner anderenZeit auf Erden leben.
Ich sehe heute abend hier vorne wieder meinen guten Freund, Bruder Dauch. Heute morgen habe ich ihn in dem Auditorium erwähnt. Bruder Dauch wird heute dreiundneunzig Jahre alt. Wie gesegnet er ist! Er hat sein ganzes, langes Leben der Ehre und dem Preise Gottes gewidmet. Heute wird er nun dreiundneunzig Jahre alt! Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, mein Bruder. Ich weiß, daß alle im ganzen Land, die heute abend zuhören, Bruder Bill Dauch ebenfalls alles Gute wünschen. Er ist ein ganz persönlicher Freund von Oral Roberts und vielen anderen. Vielen, die das Evangelium verkündigen, hat er geholfen. Er ist einer unserer besten Freunde.
E-5 Ich freue mich, Bruder Mann, der ebenfalls Methodistenprediger ist, hier zu sehen. Er ist gerettet, mit Heiligem Geist und auch auf den Namen Jesu Christi getauft. Hier sitzt er. Auch er ist einer unserer Mitarbeiter aus Indiana. Bruder Hickerson, einer unserer Diakone aus Jeffersonville, wo man heute abend auch zuhört, ist bei ihm. Soweit ich verstanden habe, ist noch ein Diakon, nämlich Bruder Wheeler, hier. Ich habe ihn zwar noch nicht gesehen, doch man zeigt zu ihm; so werde ich ihn gleich entdecken. Ja. Er sitzt dort ganz rechts.
Bruder Banks Wood, falls du heute abend zuhörst: Dein Bruder war gestern abend hier. Ich habe Bruder Lyle gesehen, als er hinausging. Er war ein Zeuge Jehovas. Seine ganze Gruppe hat sich bekehrt. Lyle wurde durch eine Vision vom Herrn hinzugebracht.
E-6 Lyle saß an diesem Tag im Boot, als ihm am Vortag gesagt wurde, dass etwas in Bezug auf eine Auferstehung des Lebens geschehen würde. Er war ein echter Zeuge Jehovas. An jenem Morgen angelte er, und wie es in Kentucky üblich ist, hatte er einen großen Angelhaken. Ein kleiner Fisch verschluckte ihn. Er riß ihm die Kiemen und seine Eingeweide mit heraus, warf den kleinen Sonnenfisch wieder ins Wasser und sagte: „Kleiner Kerl, du hast deinen letzten Atemzug getan.” Er starb und trieb auf dem Wasser dahin. Der Wind trieb ihn zwischen einige Seerosen.
E-7 Am Tag davor saßen wir zusammen, und ich sagte: „Der Heilige Geist sagt mir, daß ein kleines Geschöpf auferweckt wird. Vielleicht wird es ein kleines Kätzchen sein, wenn ich nach Hause komme.”
Als Bruder Woods, der heute Abend auch zuhört, Köder für die Fische ausgraben wollte, kam meine Tochter, die jetzt schon eine junge Frau und mit einem hoch aufgeschossenen Soldaten verlobt ist, mit ihrer Freundin. Nun, jeder kann das Haustier haben, das er will, doch weder ich noch sonst jemand von den Branhams mag Katzen. Sie sagte: „Daddy, wir haben eine Katze gefunden. Sie hat etwas gefressen, jemand wollte sie wohl vergiften, und nun ist sie ganz geschwollen. Daddy, sie wird bald sterben; können wir sie nicht in eine Kiste legen und sie einige Tage behalten?”
E-8 Ich sagte: „Laßt mich die Katze sehen.” Sie holten die Katze. Ich sah, was geschehen würde, und gab ihnen eine Kiste. Am nächsten Morgen waren sieben oder acht Kätzchen darin. Mein jüngster Sohn, Joseph, nahm eines heraus, drückte es, und es fiel auf den Boden. Das Kleine lag da und wand sich, deshalb mußten wir es töten.
Ich sagte dann zu Bruder Lyle: „Vielleicht wird das Kätzchen wieder zum Leben erweckt. Wir haben den Herrn ja schon vieles tun sehen.”
Bruder Lyle war ja noch neu auf diesem Weg. Der Heilige Geist hatte ihm gesagt, daß er verheiratet ist, was er Böses getan hatte und andere Dinge. Er dachte, sein Bruder Banks hätte mir das alles erzählt. Doch als das, was er an dem Abend vorher getan hatte, enthüllt und ihm gesagt wurde, war es um ihn geschehen. Das war unfaßbar für ihn.
E-9 Dann, am nächsten Morgen.... Wir angelten die ganze Nacht bis zum Morgen, fingen aber nur kleine Fische, von denen wir einige als Köder verwendeten. Doch er warf diesen Fisch, der noch zuckte und sich bewegte, einfach ins Wasser. Als wir ungefähr eine halbe Stunde dagesessen hatten, sagte ich: „Bruder Lyle, du läßt die Fische den Haken ganz verschlingen, bis in den Magen. Du mußt die Angelschnur nehmen und mit dem Köder auswerfen. Sobald er angebissen hat, darfst du nicht nachgeben und mußt ihn heranziehen. Du darfst sie nicht loslassen und ihn so herausziehen, wenn du einen Fisch gefangen hast.”
E-10 Er sagte: „So haben wir es immer gemacht.” Er hatte eine lange Leine dort herumhängen.
In dem Augenblick hörte ich, daß etwas vom Gebirge herunterkam. Ein Wirbelsturm erhob sich. Er kam so herab, und der Geist lagerte sich über dem Boot und sprach: „Stehe auf und sprich zu dem toten Fisch. Sage: 'Ich gebe dir dein Leben zurück.'”
Der Fisch hatte eine halbe Stunde mit seinen Eingeweiden und seinen Kiemen im Maul dort gelegen. Ich sagte: „Kleiner Fisch, Jesus Christus gibt dir dein Leben zurück. Lebe, im Namen Jesus Christus.” Da drehte er seinen Rücken nach oben und tauchte, so schnell er konnte, im Wasser unter.
E-11 Bruder Lyle, bist du hier irgendwo? Ich habe dich gestern abend gesehen. Ob du hier drinnen oder draußen bist, hebe doch deine Hand, damit ich dich sehe. O ja! Er ist dort auf der Empore, in der Nähe des Fensters. Das ist der Mann; ein ehemaliger Zeuge Jehovas.
Er rief: „Bruder Branham!” Er war so ergriffen, daß er sprach: „Es ist gut, hier zu sein, nicht wahr?” Er fragte: „Betrifft das vielleicht mich, weil ich zu dem kleinen Fisch gesagt habe: 'Du hast deinen letzten Atemzug gemacht!'? Hat es eine Bedeutung für mich?”
Ich sagte: „Nein, nein, es ist einfach eine Bestätigung.” Er war ganz aus der Fassung darüber.
E-12 Auf unserer Reise sehen wir solche Dinge geschehen. Was sollte dadurch gezeigt werden? Ich habe viele spastisch gelähmte Kinder auf meiner Gebetsliste und bete für sie, doch dann kommt eine Vision über einen kleinen Fisch, der nur ungefähr zwei oder drei Zoll lang ist. Es schien, als sei der Haken so groß wie der Fisch. Doch es geschah, um euch zu zeigen, daß Gott auch die kleinen Dinge beachtet.
An jenem Tage gebrauchte Er Seine Macht dazu, um einen Baum zu verfluchen, obwohl es im ganzen Land Aussätzige gab. Er verdorrte. Doch überall lagen Menschen, die Seine heilende Macht benötigt hätten. Doch seht, Er wollte damit zeigen, daß Er über alles Gott ist, ob es nun klein oder groß oder was auch immer ist. ER ist immer noch Gott über alle Dinge, über die ganze Schöpfung. Wir lieben Ihn. Es läßt uns wissen, daß Er, wenn Er so sehr an einem unbedeutenden kleinen Fisch, der schon eine halbe Stunde auf dem Wasser lag, interessiert ist, daß Er das Wort des Lebens spricht, eines Tages auch durch Sein Wort Leben in Seine Kinder zurückbringen kann. Auch wenn euer Leib nur noch ein Löffel voll Asche wäre, wird Er sprechen, und wir werden Ihm an jenem Tage antworten. ER ist Gott, der an allem interessiert ist; an allem, was wir tun, an allem, was wir sagen. An allem ist Er interessiert.
Wir wollen jetzt überall unsere Häupter neigen.
E-13 Bevor wir nun beten, möchte ich fragen, ob heute abend jemand hier ist, der sich für Ihn interessiert, der aber noch keine Reservierung für das andere Land hat, in das wir gehen, um Ihn zu schauen. Ihr wißt, daß ihr ohne diese Reservierung nicht hineinkommen könnt. Ihr habt sie noch nicht, doch ihr möchtet jetzt in das Gebet miteingeschlossen werden, daß zwischen euch und Gott heute abend alles in Ordnung kommt. ER wird eure Hand sehen. Gott schenke es euch.
E-14 Himmlischer Vater, heute abend stehen wir zwischen den Lebenden und den Toten. In diesen Tagen geschehen geheimnisvolle Dinge. Gewiß sind sie geheimnisvoll. Doch Du, o Gott, weißt, ob sie wahr sind oder nicht; Du bist der erhabene Richter über Himmel und Erde. Wir sagen dies, Herr, um die Menschen zu ermutigen; damit sie durch das, was Du uns hast sehen lassen, ermutigt werden, Dich zu lieben, Dir zu glauben, Dir zu dienen, und wissen, daß Du alles siehst, ganz gleich, wie gering eine Tat, wie gut oder wie schlecht etwas ist. Ich bete, o Gott, daß Du jeden, der seine Hand erhoben hat, heute abend segnest; auch ihre Seele und den Geist, wodurch sie motiviert wurden, ihre Hände zu heben. Ich bete, o Gott, daß dies der Abend ist, an dem sie ihre Reservierung für das Land auf der anderen Seite des Flusses vornehmen. Gewähre es.
Heile die Kranken und Leidenden, Herr, hier und im ganzen Land, wohin die Telefonübertragung dringt. Segne alle diejenigen, von Kalifornien bis nach New York, von Kanada bis Mexiko, die noch nicht gerettet sind. Schenke, Herr, daß jede Person, die den Klang unserer Stimme heute abend hört, durch Deine göttliche Gegenwart von ihren Sünden gerettet und von ihren Krankheiten geheilt wird.
Unser Bruder Jackson ist tausend Meilen geflogen, um hier anwesend sein zu können, weil sein Herz durch etwas Sonderbares aufgewühlt worden ist. „Sie werden Träume haben und Gesichte sehen.” Teurer Gott, Du hast mir verborgen, was es bedeutet; ich weiß es nicht. Doch solltest Du uns besuchen, Herr, dann bereite unsere Herzen auf Deinen Besuch vor, damit wir in großer Erwartung sind. Wir wissen nicht, was Du tun wirst. Wir wissen nicht, ob Du uns durch diesen Traum verheißen hast, uns zu besuchen. Wir erwähnen diese Dinge nur, damit wir erkennen, daß Du verheißen hast, uns zu besuchen. Wir erwähnen diese Dinge nur, damit wir erkennen, daß Du verheißen hast, Dein Volk heimzusuchen. Wir beten darum, daß Du dich uns als Realität kundtust. Im Namen Jesus Christus erbitten wir es. Amen.
E-15 Nachdem ich euch gestern Abend und heute morgen so lange festhielt, bin ich heute abend ein wenig heiser. Ich habe ein Haarteil, das ich normalerweise über der kahlen Stelle hier trage, wenn ich predige. Doch dieses Mal habe ich es vergessen. Der Luftzug von den Fenstern, verursacht meine Heiserkeit. Früher mußte ich deswegen Versammlungen abbrechen, doch seit ich das Haarteil habe, habe ich damit, keinen Verdruß mehr und kann weitermachen. Doch diesmal habe ich es vergessen und bekomme es sofort zu spüren. Deshalb wäre ich für eure Gebete dankbar. An jedem Tag habe ich zwei Gottesdienste. Ihr wißt, es macht sich bemerkbar, wenn man schon viele Meilen zurückgelegt hat.
E-16 Euch in Kalifornien, Arizona und im ganzen Land senden wir alle Grüße. Bruder Leo und die Gruppe, die dort in Prescott auf das Kommen des Herrn wartet, auch alte aus der Gegend von Phoenix sind eingeladen, in einer Woche zu dem Bankett nach Yuma zu kommen. Die Eintrittskarten sind schon alle verkauft. Sie mußten ein größeres Auditorium nehmen, weil sie die Leute nicht unterbringen konnten. Kommt deshalb rechtzeitig, damit ihr noch eingelassen werdet. Von dort aus fahren wir am nächsten Montag bzw. Sonntag abend nach Los Angeles ab. Auch dort erwarten wir euch alle. Gottes reicher Segen ruhe auf euch allen.
E-17 Euch in New York, Ohio und verschiedenen Orten möchte ich wissen lassen, daß ich bald in der Kapelle die Predigt „Der Pfad der Schlange” halten werde. Es geht um das Tier am Anfang und am Ende. Billy wird euch die Bekanntmachung zuschicken. Ich werde in der Kapelle darüber sprechen, weil es mindestens vier Stunden dauern wird.
Jetzt möchte ich, daß ihr hier, und wo immer ihr seid, mit mir das Buch Hiob aufschlagt. Es ist sehr ungewöhnlich, aus diesem Buch eine Predigt zu halten, doch ich möchte einfach ein paar Notizen daraus vortragen.
Morgen früh findet hier in dieser Kapelle ein Sonntagsschulgottesdienst statt. Wir beginnen um 9:30 Uhr. Ich habe das Vorrecht, morgen wieder hier zu sprechen. So der Herr will, möchte ich dann über das Thema sprechen, in das ich mich heute nachmittag vertieft habe, denn ich möchte euch zeigen, daß es nur einen Ort gibt, wo Gott dem Anbeter begegnet.
E-18 Für morgen Abend bitte ich um einen Gefallen, und zwar, daß ich einen Heilungsgottesdienst halten darf. Ich möchte einen Heilungsgottesdienst wie in alten Zeiten haben. So der Herr will, werde ich über ein Thema sprechen, das mich heute aufgeschreckt hat. Bruder Moore, einige meiner geliebten Brüder und ich sprachen miteinander und erörterten die Schrift. Es war herrlich, mit diesen Brüdern wie in alten Zeiten zusammen zu sein. Er sagte: „Weißt du, Bruder Branham, von all den Predigten, die du uns hier in Shreveport gehalten hast, war „Das Lamm und die Taube” eine der hervorragendsten Botschaften.“ Er meinte: „So sehr dich deine Botschaft heute angestrengt hat, wirst du eine entsprechende wohl nicht wieder bringen können.”
„Wenn ich das verfehle, dann verfehle ich meine Botschaft.”
Aus Liebe starb mein teures Lamm.
Dein kostbares Blut wird Seine Kraft nie verlieren
bis die erlöste Gemeinde Gottes gerettet ist
und nie mehr sündigt.
Seit ich im Glauben diesen Strom sah,
der aus Deinen Wunden floß,
ist die erlösende Liebe mein Thema,
und sie wird es sein, bis ich sterbe.
E-19 Wenn es der Wille des Herrn ist, möchte ich morgen Abend über das Thema Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube sprechen. Der Herr kam auf den Flügeln einer Taube herab. So der Herr will, ist das morgen abend mein Thema, falls meine Stimme nicht noch schlechter wird. Betet deshalb für uns.
Danach möchte ich eine Gebetsversammlung halten, wie wir sie am Anfang hatten; ohne die Gabe der Unterscheidung. Wir werden einfach allen, die Gebet wünschen, eine Gebetskarte geben. Ihr müßt eine Gebetskarte haben. Seid deshalb früh genug hier, damit Billy euch eine geben kann. Haltet die Reihenfolge ein. Wenn ihr das nicht tut, kommen die Menschen noch einmal und noch einmal und noch einmal, so daß die Reihe kein Ende hat. Ein jeder kann eine Karte bekommen. Ich möchte, daß Bruder Jack während der Gebetsreihe neben mir steht, wie du es früher getan hast, und daß Bruder Brown anstelle von Billy Paul die Leute zu mir bringt. Ich möchte eine altertümliche Gebetsreihe haben, und wir werden nur beten, wie wir es vor Jahren immer getan haben.
E-20 Ich freue mich, noch einen weiteren Mitarbeiter bei uns zu haben. Als ich mich vorhin ein wenig umsah, habe ich Bruder Gordon Lindsay gesehen. Er ist einer aus der alten Zeit. Vor Jahren war er bei uns und hat eine große Arbeit geleistet, indem er für uns gedruckt hat. Jetzt druckt er gerade mein Buch „Die sieben Gemeindezeitalter”. Wir hoffen, auch „Die sieben Siegel” bald „druckreif” zu haben. Wenn er es vor dem Drucken noch einmal liest, werden wir eine theologische Diskussion haben. Ich sehe es schon auf mich zukommen. Doch er weiß, daß ich kein Theologe bin. Wir sind in Erwartung auf morgen Abend. Wenn du morgen abend auch hier bist, Bruder Lindsay, dann komme zu uns auf die Plattform und beteilige dich an diesem altertümlichen Gebetsgottesdienst.
Wie viele möchten diese Männer aus alten Zeiten wiedersehen und die Menschen zu ihnen bringen? Das ist fein. Bringt also morgen abend die Kranken und Leidenden dazu hierher.
E-21 Wir wollen jetzt in Hiob das 42. Kapitel aufschlagen und die ersten sechs Verse lesen. Sie sind sehr sonderbar. Bruder Ted Dudley in Phoenix, falls du heute abend zuhörst, erinnerst du dich daran, daß wir vor etwa zwei Wochen darüber sprachen? Ich sagte dir: „Eines Tages wird dieser Text mein Thema. Heute Abend möchte ich ihn nun verwenden.
Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: (Hören Sie sich jetzt diese Lesung an.)
Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.
„Wer ist der, der den Ratschluß verhüllt mit Unverstand?” Darum bekenne ich, daß ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe.
„So höre nun, laß mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!”
Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat dich mein Auge gesehen.
Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.
Ich möchte meinen Text aus dem 5. Vers nehmen: „Nur durch Hörensagen hatte ich von Dir vernommen, jetzt aber hat mein Auge Dich geschaut.”
Möge der Herr Sein Wort segnen.
E-22 Wir wollen das Leben Hiobs ein wenig betrachten. Hiob war ein Prophet. Er war ein Mann, der gelebt hat, bevor die Bibel geschrieben wurde. Man nimmt an, daß Hiob eines der ältesten Bücher der Bibel ist. Es soll sogar noch vor dem ersten Buch Moses geschrieben worden sein. Hiob, dieser große Kämpfer und Prophet, war zu seiner Zeit ein mächtiger Mann. Zweifellos war er so erzogen worden, daß er dem Herrn sein ganzes Leben lang diente. Er führte solch ein tadelloses Leben, daß alle Menschen Respekt vor ihm hatten.
Doch dann kam eine Zeit, in der er, wie es manchmal heißt, „vom Herrn versucht” wurde. Doch ich möchte das Wort „vom Herrn geprüft” verwenden. Wahrlich, jeder Sohn, der zu Gott kommt, muß zuerst geprüft, muß getestet und erzogen werden. Wenn die Prüfung schwerer wird und wir meinen, sie würde zu schwer und wollen nicht mehr hören, dann, so sagt Er, sind wir „unechte Kinder und keine Kinder Gottes”. Denn es gibt nichts, was ein wirklich wiedergeborenes Kind Gottes von Seinem Vater wegziehen kann, weil es ein Teil von Ihm ist. Ihr könnt es genausowenig leugnen, wie ihr euch selbst leugnen könnt. Ihr hattet das Erlebnis, ihr seid geschult und geprüft worden.
E-23 Weil dieser Mann ein Prophet war, hatte er Zugang zur Gnade Gottes. Hiob hatte keine Bibel, die er lesen konnte. Die Bibel war damals noch nicht geschrieben, doch er hatte Zugang zu Gott durch Visionen, durch Offenbarung. Das war, noch ehe die Bibel geschrieben wurde.
Wenn wir sein Leben betrachten, stellen wir fest, daß Gott ihn gesegnet und zu einem bedeutenden Mann gemacht hatte. Ein jeder respektierte ihn; auch wegen seiner überragenden Weisheit. Durch die Inspiration, die ihm von Gott zuteil wurde, war ganz klar bestätigt worden, daß er ein Knecht Gottes war. Deshalb kamen die Menschen von überall, um ihn zu hören. Da begann Satan, diesen Mann anzuklagen. Genau das tut er mit einem jeden inspirierten Knecht Gottes. Satan findet sich immer ein, um ihn aller möglichen Untaten zu bezichtigen.
Wir stellen fest, daß er in seinem Leben Prüfungen, aber auch einen großen Glauben hatte. Auch Jesus ließ nach Seinem Erdenleben auf die Geduld Hiobs hinweisen. Jakobus schreibt: „Vom standhaften Ausharren Hiobs habt ihr gehört...” Der Glaube harrt geduldig aus, bis das verheißene Wort sich erfüllt.
E-24 Wir sehen, durch welche Prüfungen und Leiden Hiob gehen mußte. Er hatte eine liebliche Familie - doch sie wurde ihm genommen. Er war bei guter Gesundheit - doch sie wurde ihm genommen. Alles, was er in seinem Leben besessen hatte, wurde ihm genommen. Er setzte sich auf den Aschhaufen, nahm eine Scherbe und schabte damit seine Geschwüre. Sogar seine eigene Frau sprach gegen ihn; sie sagte: „Warum sagst du dich nicht von Gott los und stirbst?”
Er antwortete: „Du sprichst wie eine törichte Frau.” Er sagte: „Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen: der Name des Herrn sei gepriesen.”
E-25 Satan hatte sich vor Gott hingestellt, denn er kann vor Gott treten und die Christen, die Gläubigen fortwährend anklagen. Er unterstellte Hiob viele Dinge und sagte: „Der Grund, warum Hiob Gott so dient, besteht darin, weil es ihm in allem so gut geht. Doch wenn Du ihn in meine Hände gibst, bringe ich ihn dazu, daß er Dir ins Angesicht flucht!”
Ich möchte, daß ihr beachtet, welch ein Vertrauen Gott hier in einen Gläubigen setzt. Gott mag zu Satan in etwa so gesagt haben: „Das schaffst du nicht! Er ist ein gerechter - ein gerechtfertigter Mann. Er ist ein guter Mensch. So wie er ist kein Mensch auf der Erde.” Oh, was für ein Mann, daß Gott selbst vor Seinem Feind bezeugt: „Mein Knecht ist so vollkommen, daß es keinen anderen Menschen wie ihn auf Erden gibt!” Oh, könnten wir doch solch eine Art von Mensch sein, daß Gott solch ein Vertrauen in uns setzen könnte, weil Er weiß, daß wir uns nie von Seinem Wort und von Ihm abwenden würden, sondern standhaft bleiben! So kann Er Sein Vertrauen in uns setzen.
E-26 Hiob war ein Mann, der die Gebote Gottes bis auf den Buchstaben erfüllte. Satan wußte das, doch er sagte: „Wenn Du ihn nur mir überläßt, dann bringe ich ihn schon dazu, daß er Dir ins Angesicht flucht!”
Da antwortete Gott ihm: „Gut, er ist in deiner Gewalt; nur sein Leben sollst du schonen!” Satan holte so weit aus, wie er nur konnte. Er nahm ihm jeden Freund und alles, was er hatte, beinahe auch sein Leben, doch das durfte er nicht nehmen. Hiob blieb trotzdem standhaft; es gab kein Zurück.
Seht, wenn ein Mann bzw. ein Mensch wirklich einmal mit dem echten, geoffenbarten Glauben, daß Gott da ist, mit Gott in Verbindung gekommen ist, dann gibt es nichts - keine Zeit und keinen Ort -, was diesen Menschen von seinem Gott zu trennen vermag. Ich glaube, es war Paulus, der sagte: „Weder Bedrängnis noch Hunger, weder Verfolgung noch irgend etwas Geschaffenes, nicht einmal der Tod ist imstande, uns von der Liebe Gottes zu scheiden, die da ist in Jesus Christus, unserem Herrn.” Ihr seid sicher in ihm verankert, denn ihr seid zum Leben bestimmt.
E-27 Satan dachte, er könnte ihn ein wenig herumwirbeln, auf ihn einschlagen und ihn so dazu bringen. Doch seht, Hiob, der eine vollkommene Offenbarung von Gott hatte, der wußte, wer Gott war und wie sehr Gott ihn liebte, harrte aus. Ganz gleich, wie die Umstände waren, er wartete, bis sein Glaube bestätigt wurde. Er hatte eine Verbindung mit Gott, eine Offenbarung, von der ich gestern abend sprach.
Wenn ihr Kranken, ihr Verkrüppelten oder ihr hier im Gebäude, die ihr sonst etwas von Gott benötigt, diese Offenbarung bekommt, daß ihr gerechtfertigt seid, daß ihr tatsächlich gerechtfertigt und berechtigt seid, um das zu bitten, was euer Anliegen ist, und wenn ihr glaubt, daß Er ein Belohner derer ist, die Ihn ernsthaft suchen, dann kann euch nichts von dem Glauben trennen, der in euch verankert ist. Doch zuerst muß es euch geoffenbart werden.
E-28 Vor nicht langer Zeit kamen einige Männer zu mir. Einige hören heute abend zu. Ich sagte ihnen immer wieder: „Geht nach Kentucky, dort ist Öl.” Ich wußte es, denn ich hatte es in einer Vision gesehen.
Bruder Demas und die anderen aber gingen eine ganze Zeit nicht. Nachdem dann Texas dazugekommen war, meinten sie: „Jetzt gehen wir dorthin.”
Ich sprach: „Ihr hättet schon vor langer Zeit gehen sollen!” Doch sie hatten es nicht getan.
Demas sagte: „Ich habe einen großen Fehler gemacht, daß ich es nicht tat, Bruder Branham.”
Ich antwortete: „Wenn du dorthin gegangen wärst, hättest du alles gehabt.”
Sie hörten nicht darauf. Bevor wir an dem Abend das Restaurant verließen, wo wir gegessen hatten, zeigte mir der Heilige Geist eine große Spalte in der Erde, die voller öl war. Die geförderten Mengen in Kentucky waren nur kleine Erdöllager, aus denen man pumpte, dies aber war eine Hauptader. Ich sagte: „Bruder Demas, es ist dort.”
Also suchten sie danach. Sie sagten: „Komm mit und zeige uns, wo die Ölquelle ist.”
Ich antwortete: „O nein! Nein, nein!”
E-29 Seht, wir gebrauchen die Gabe Gottes doch nicht zu kommerziellen Zwecken. Nein! Nein! ER hätte mir sagen können, wo es war, doch ich brauchte es ja nicht. Ich hätte nicht einmal Glauben genug, um Ihn darum zu bitten. Wenn ich es nötig hätte, und ich würde Ihn darum bitten, dann, so glaube ich, würde Er es mir sagen. Doch seht, zuerst muß euer Motiv, euer Beweggrund, recht sein. Ihr müßt Gründe dafür haben. Gott gibt euch die Dinge nicht, nur weil ihr darum bittet. Ihr könnt auch nicht im Glauben bitten, es sei denn, es gibt einen wirklichen Grund dafür, daß es im Willen Gottes ist. Wenn ihr gesund werden wollt - wofür möchtet ihr gesund werden? Wenn ihr geheilt werden möchtet - aus was für einem Grund wollt ihr geheilt werden? Was sagt ihr Gott? Was wollt ihr mit eurem Leben tun, wenn ihr geheilt seid? Seht, ihr müßt ein Motiv, einen Beweggrund haben, und sie müssen richtig und im Willen Gottes sein. Wenn euch dann der Glaube geoffenbart wird, wenn Gott in Seiner souveränen Gnade diesen Glauben dort hineinlegt, dann ist es geschehen. Versteht ihr es jetzt?
E-30 Das Wort hat sich als wahr erwiesen. Die Brüder begaben sich dorthin. Doch einer ging hin, kaufte ein großes Stück Land und verkaufte die Förderrechte. So betrog er die anderen. Ich sagte: „Ihr werdet sehen, daß es so nicht geht. Doch damit die Weissagung sich als wahr erwies, geschah das: innerhalb von hundert Metern von der Stelle, wo diese Männer bohrten, fand ein Mann die Ölquelle. Von dort werden in einem halben Tag etwa 1.100 Barrel Öl gefördert. Diese Hauptader ist immer noch nicht erschöpft. Doch nur, weil durch die Weissagung das Wort ergangen war, daß es dort ist, befindet es sich auch dort. Die anderen Quellen in Kentucky sind fast alle erschöpft. Es waren nur kleine Lagerstätten, aus denen man eine kurze Zeit fördern kann, dann sind sie leer. Es sind nur die Ausläufer von dieser.
E-31 Doch weil sich Selbstsucht bei ihnen einschlich, waren ihre Beweggründe verkehrt. Sie unterschrieben Verträge, daß es so und so gemacht würde, obwohl sie vorher versprochen hatten, es für das Reich Gottes zu tun. Es scheint aber für sie selbst gewesen zu sein.
So geht es nicht; kein eigennütziges Vorhaben wird gelingen. Euer Motiv, eure Beweggründe müssen genau und vollkommen richtig sein, dann habt ihr Glauben daran. „Wenn unser Herz uns nicht verurteilt, dann haben wir Zuversicht.” Seht, wir müssen zuversichtlich sein. „Ich möchte es zur Ehre und zur Verherrlichung Gottes.” Dann hat der Glaube einen „Kanal”, durch den er fließen kann. Wenn es nicht so ist, dann habt ihr einen verstandesmäßigen, intellektuellen Glauben, aber nicht den echten Glauben von Gott. Der intellektuelle Glaube wird euch überhaupt nichts nützen. Vielleicht bringt er euch eine Gemütsbewegung, aber nicht die Heilung, auf die ihr wartet.
E-32 Hiob prüfte sich mit dem echten Glauben, den Gott ihm gegeben hatte. Er wußte, daß er gerecht war und alles getan hatte, was Gott von ihm forderte. Wenn für uns, für unsere Krankheit gebetet werden soll, dann ist die Frage, ob wir alles getan haben, was Gott von uns verlangt. Sind wir allem, auch dem Geringsten, was die Schrift sagt, nachgekommen? Haben wir Ihm unser Herz und Leben zum Dienst geweiht? Aus welchem Grund möchtet ihr geheilt werden? Vielleicht Bekommt ihr deshalb nicht genug Glauben, weil ihr es nicht aufrichtig und von Herzen Gott gegenüber getan habt. Hiskia sagte Gott den Grund, weshalb er länger leben wollte: um sein Königshaus in Ordnung zu bringen. Da sandte Gott Seinen Propheten zurück und ließ ihm sagen, daß er geheilt würde. Seht, diese Dinge müßt ihr zuerst richtig ordnen.
Wenn ihr in solch eine Lage kommt, und ihr wißt, daß es euch durch das Wort Gottes, durch eine Offenbarung, zuteil geworden ist, was Gott in Seinem Wort von euch fordert, dann habt ihr Glauben, echten Glauben.
E-33 Gemäß l. Moses 17 war Abraham 99 Jahre alt, als Gott ihm, diesem alten, neunundneunzigjährigen Mann erschien. So viele Jahre hatte er auf die Erfüllung der Verheißung gewartet. ER erschien ihm unter dem Namen El Shaddai - der „Gebrüstete”. Was für eine Ermutigung war das, obwohl die Verheißung immer noch nicht erfüllt war! Doch Er sagte: „Abraham, Ich bin der Allmächtige Gott, El Shaddai, der Kraftspender, der Brustgott.”
E-34 Ich habe euch schon gesagt, was mit einem kleinen Baby ist, das quengelig und krank ist und schreit, wenn es an der Brust der Mutter liegt. Es saugt neue Kraft aus ihr in sich ein. Es ist zufrieden, während es saugt, denn die Brust seiner Mutter ist der einzige Zugang, den es hat und kennt. Es kennt keine Medizin. Wenn man ihm Medizin gäbe, würde es noch mehr schreien. Bekäme es eine Spritze in den Arm, würde es weiterschreien. Der einzige Weg, um es zufriedenzustellen, ist an der Brust der Mutter.
E-35 ER wollte sagen: „Abraham, du bist alt; deine Kraft ist dahin; deine Arme sind schlaff; deine Manneskraft ist dahin. ICH aber bin wie deine Mutter. Ergreife Meine Verheißung und sei beruhigt, während du darauf wartest. Sei beruhigt.”
Wenn doch nur jeder Gläubige, ganz gleich, wie schlimm euch der Krebs befallen hat, wie lange ihr schon im Rollstuhl sitzt, oder was immer es sein mag, diese Offenbarung von Gott erfassen könnte! Dann werdet ihr stille, denn ihr wißt, daß es geschehen wird. Der Glaube wartet geduldig auf die Verheißung.
E-36 Hiob wußte, daß er rechtschaffen war. Hier in der Schrift stellen wir fest, daß seine Freunde, die in derselben Gemeinde wie er waren, zu ihm kamen. Alles, was ihm einst teuer und wert war, hat sich gegen ihn gewandt. Man beschuldigte ihn, ein geheimer Sünder zu sein, weil ihm all diese Dinge widerfuhren. Noch heute hört ihr Menschen sagen: „Ich habe es euch gesagt. Seht ihn euch an! Seht ihr, was er getan hat?” Das ist nicht die ganze Wahrheit. Manchmal prüft Gott Sein Volk. In diesem Fall prüfte Gott Hiob, den besten Menschen, den es zu jener Zeit auf Erden gab. ER hielt ihn fest, denn Er wußte, daß Hiob ein Prophet war und eine Vision von Gott empfangen und genau das getan hatte, was Gott von ihm forderte. Gott war verpflichtet, ihm Seine Verheißung zu halten.
E-37 Oh! So muß es mit allen Christen sein. Wenn der letzte Kampf in unserem Leben kommt und das Röcheln des Todes sich in unserem Hals bemerkbar macht, müssen wir standhaft bleiben und daran denken, daß Gott gesagt hat: „Ich werde dich am Jüngsten Tage auferwecken.” Daran müssen wir festhalten: an unserem Zeugnis, an unserer Stellung in Christus, an unserem Stand, an allem, was wir sind, in dem Wissen, daß wir jedes Wort Seiner Gebote gehalten haben. Selig sind die, welche all Seine Gebote halten, damit sie das Anrecht erlangen, dort einzugehen. Wenn wir wissen, daß wir jedes Gebot, das wir in der Bibel finden, das Gott uns zu tun geboten hat, in Ehrfurcht, Liebe und aus Respekt zum Schöpfer, der die Bibel geschrieben hat, gehalten haben, dann spielt es keine Rolle, was irgend jemand sagt.
Wir meinen: „Menschen haben sie doch geschrieben!”
Menschen, die vom Heiligen Geist getrieben waren, haben sie geschrieben. Gott schrieb sie durch Menschen. Wenn ein Prophet Sein Wort ausspricht, ist es nicht das Wort des Propheten, sondern das Wort Gottes, das durch den Propheten ergeht. Das ist der Grund, weshalb es eintreffen muß, wenn es wirklich die Wahrheit ist.
E-38 Wir betrachten diesen großen Mann. Denkt daran: Hiob hatte zu seiner Zeit keine Bibel, die er lesen konnte. Nein! Er handelte nur durch Inspiration. Er war ein Prophet, an den das Wort des Herrn erging. Er brauchte nur die Inspiration, denn er wußte um seine Stellung, nämlich daß er der Prophet Gottes war. Das einzige, was geschehen mußte, war, daß die Inspiration ihm zuteil wurde. Dann wußte er, daß das, was er ankündigte, eintreffen mußte, denn es war Inspiration.
So ist es mit der Gemeinde: wenn sie in die richtige Ordnung gebracht wurde, dann ist die Mechanik bereit und sie benötigt nur noch die Dynamik. Wenn wir heute abend die Mechanik in Ordnung bringen, unsere Herzen und die Dinge in Ordnung bringen, die wir ordnen können, wenn wir jedem Wort Folge leisten, in der Taufe und in allem, was Er uns zu tun geboten hat, wenn wir die gesamte Mechanik in Ordnung bringen und dastehen, dann sind wir dazu bereit, daß die Dynamik kommt. Das kann nur Gott tun. Es bedeutet, daß der Glaube in unser Herz hineinkommt, der sagt: „Jetzt bin ich geheilt.” Dann macht es keinen Unterschied, wie die Umstände sein mögen, ihr seid trotzdem geheilt. Es kommt auf den Glauben an. Aufgrund des Glaubens werdet ihr geheilt.
E-39 Er hatte einen Verbindungsweg mit Gott, den er durch Inspiration bekommen hatte. Er hatte eine Möglichkeit, sich von sich selbst zu befreien und Gott eindringen zu lassen. Er wußte, daß er gerechtfertigt war. Es war eine Gabe; es war eine Gabe für die Menschen; nicht für Hiob, sondern für die Menschen. Dazu sind alle Gaben Gottes: um dem Volk Gottes damit zu dienen. Nicht jeder ist dazu bestimmt, ein Prophet zu sein. Nicht jeder von euch ist dazu bestimmt, für die Kranken zu beten. Nicht jeder ist dazu bestimmt, Hirte zu sein, usw. Doch es ist ein Kanal, den Gott ihnen geöffnet hat. Wie wir es heute vormittag in der Lektion durchnahmen, sollte keiner in den Bereich des anderen übergreifen, ganz gleich, wie sehr er inspiriert und wie gut es zu sein scheint. Wie viele waren heute morgen in der Versammlung? Laßt mich eure Hand sehen. Das könnt ihr nicht tun.
E-40 Da war David, der so inspiriert war, wie er nur sein konnte. Das ganze Volk jauchzte und verherrlichte Gott um einer Sache willen, die sich vollkommen schriftgemäß anhörte. Doch er war nicht der richtige Mann. Die Inspiration hätte Nathan und nicht David zuteil werden müssen. Er hatte Nathan überhaupt nicht gefragt. Ihr wißt, was geschah. Gott sagte, daß Er nichts tut, ohne es zuvor Seinen Knechten, den Propheten geoffenbart zu haben.
Zu jener Zeit war Hiob der Prophet. Bis dahin hatte Gott dem Hiob immer Weisheit und Sein Wort und die Inspiration gegeben, doch jetzt blieb die Inspiration aus. Er wußte, daß er die Mechanik hatte - er hatte das Brandopfer dargebracht, er hatte alles getan, was er als richtig erkannt hatte - doch er bekam keine Antwort von Gott. Trotzdem konnte der Teufel ihn nicht abbringen. Da habt ihr es!
So ist es, wenn für euch gebetet worden ist. Ihr braucht dann nicht einmal in die Gebetsreihe zu kommen oder jemand anders für euch beten zu lassen. Wenn ihr wißt, daß ihr genau das getan habt, was Gott euch gebietet, so wartet, bis sich euch der Kanal der Inspiration auftut, und dann wißt ihr: „Jetzt bin ich geheilt.” Wenn das hineinkommt, ist alles geschehen, dann braucht ihr keine Gebetsreihen und nichts mehr - es ist geschehen! Es ist euch geoffenbart worden! Seht.
E-41 Dasselbe war mit Jenem alten Propheten beim Kommen des Herrn Jesus. Wir wissen, daß dem alten Weisen geoffenbart worden war, „er solle den Tod nicht eher sehen, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen hätte.” Er glaubte es und wartete darauf. Die Menschen dachten, er wäre verrückt - der alte Mann hätte den Verstand verloren. Doch er glaubte es trotzdem. Nichts konnte ihn davon abbringen. Er wußte, daß Gott es ihm geoffenbart hatte, denn die Bibel sagt: „Es war ihm vom Heiligen Geist geoffenbart worden...”
Gerade zur rechten Zeit kam Simeon in den Tempel, trat herzu und pries Gott mit den Worten: „Nun entläßt Du Deinen Knecht im Frieden.” Er nahm das Kind in seine Arme und sprach: „Meine Augen haben Dein Heil gesehen.” Seht, er wußte, daß er es sehen würde. Ganz gleich, wie viele Kinder er täglich sah - er wußte, daß Gott ihm geoffenbart hatte, er werde Christus sehen, bevor er stirbt. Simeon glaubte das.
Wenn es euch geoffenbart ist, daß ihr persönlich die Verheißung Gottes empfangen habt - wenn die Inspiration über euch Christen gekommen ist, benötigt ihr noch nicht einmal eine Gebetsreihe. Wenn die Mechanik bereit ist, braucht ihr nur noch ein offenes Herz, um die Inspiration aufzunehmen. Dann kann euch nichts mehr umstimmen; ihr habt es empfangen. Ohne dies wird es euch nichts nützen.
E-42 Beachtet, Hiob benötigte einen Kanal der Inspiration. Er hatte ihn, und er war offen. Durch Seine Inspiration hatte er einen Verbindungsweg zu Gott. Er wußte, wie er sich selbst hinaustun und das Wort Gottes hineinkommen lassen konnte. Seht, sie kamen von Ost und West zu ihm um Rat. Die Menschen suchten ihn auf, weil sie wußten, daß der Mann die Wahrheit sagt, denn das, was er weissagte, traf ein. Deshalb kamen die Menschen von Ost und West.
Er sagte, wenn er hinaufging auf den Marktplatz, da verneigten sich die Jungen Fürsten des Ostens, um nur ein Wort des Trostes von ihm zu hören und seine großartige, mächtige Weisheit zu vernehmen. Sie wußten, daß dieser Mann aufrichtig war. Er wollte sich nicht großtun, verfolgte keine eigennützigen Zwecke, er hat keine Beziehungen ausgenutzt, er war einfach ein Prophet, der vor Gott aufrichtig war. Sie hatten Vertrauen zu ihm, und viele kamen aus Ost und West, um nur einen Augenblick mit ihm zu sprechen. Das wird in der Bibel von ihm berichtet. Doch er hatte nicht die Inspiration, um zu erfahren, was all das auf sich hatte. Gott ließ es geschehen und sagte es ihm nicht.
E-43 Doch wir stellen fest, daß es eines Tages kund wurde. Solange ihr allen helfen könnt, ist alles in Ordnung. Die Schwierigkeiten beginnen dann, wenn sie euch widersprechen wollen. Er allem wußte, daß er recht stand. Er hatte einen lebendigen Glauben. Gottes Wort sprach zu ihm, er hörte es - er wußte, daß es die Wahrheit war. Er kannte die Stimme Gottes. Niemand konnte ihn darin täuschen, denn er kannte sie. Wenn euch etwas geoffenbart wird, ist es womöglich im Gegensatz zu dem, was Menschen meinen. Ich beziehe mich jetzt auf die Propheten. Wenn Gott etwas offenbart, wenn Gott den Menschen ein Geheimnis kundtun will, wird es nie durch ein Seminar kommen, nie durch eine Gruppe. Noch niemals ist es das. Es war und wird immer durch einen einzelnen geschehen - durch einen Propheten. In Amos 3, 7 steht: „Der Herr tut nichts, ohne zuvor Seinen Ratschluß Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart zu haben.”
E-44 Mit Hiob war etwas nicht in Ordnung, doch er bekam nicht die Inspiration darüber. Das bekümmerte ihn. Wenn ihr da angekommen seid, ist das der Zeitpunkt, wo der Feind fast jeden Freund, den ihr habt, benutzt. Sie begannen, ihn zu beschuldigen. Oh, es muß schrecklich für ihn gewesen sein zu wissen, daß gerade seine Freunde ihn anklagten. Satan verbündet sich sogar mit seinen Feinden, wenn er erreichen will, was er dort sagte: „Überlaß ihn mir, dann werde ich ihn schon dazu bringen, daß er Dir flucht und daß er seine Botschaft leugnet. Ich werde ihn dahin bringen, daß er Dir flucht. Ich bringe ihn soweit, daß er hingeht und sagt: 'Es war alles verkehrt.'” Er versuchte es mit allem, womit er nur konnte, sogar mit all den bedeutenden Männern und Freunden, die Hiob hatte. Hiob jedoch blieb standhaft, denn er wußte, daß er die Stimme Gottes gehört hatte.
O Gott, hilf morgen abend, daß ich die Predigt „Auf den Flügeln einer Taube” klar darlegen kann. Seht, ich habe die Stimme Gottes gehört. Sie hat mir etwas gesagt, und es wird so eintreffen. Genauso wie all die anderen Dinge geschahen, wird auch das geschehen.
E-45 Auch Hiob wußte, daß es sich erfüllen würde. Er wußte, daß Gott ihm bezeugt hatte, daß er gerecht war. Sie aber bezeichneten ihn als Sünder. Deshalb wartete er auf die Inspiration. Satan benutzte all diese Leute, auch seine sogenannten „Tröster”, die ihn aber anklagten, doch das konnte ihn nicht beirren. Als sich jedoch das Wort Gottes für ihn bestätigte, geschah etwas. Vorher hatte er Gott hörbar vernommen. Doch eines Tages erreichte er seinen Tiefpunkt. Er saß da, alle klagten ihn an; sogar seine Frau sagte ihm, daß er unrecht handelte, und er schabte seine Geschwüre. Elihu kam und warf ihm vor, vermessen zu sein, weil er Gott anklagte.
Das war der Zeitpunkt, wo die Inspiration über ihn kam, wo Blitze zuckten und Donner rollten. Die Inspiration kam über den Propheten, er erhob sich und sagte: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt und als letzter auf der Erde auftreten wird, und danach werde ich, mögen auch die Würmer diesen Leib zerfressen haben, Gott in meinem Fleische schauen. Meine Augen werden Ihn sehen!”
E-46 Sie hatten über die Bäume, überhaupt über das Pflanzenleben gesprochen; wie es stirbt und wieder hervorkommt durch das Wasser; über den Geruch des Wassers und über das, was geschieht, wenn es auf einen Baum oder auf den Samen im Boden fällt. Er sprach: „Wenn aber ein Mann stirbt und seinen Geist aufgibt und seine Kinder zu Ehren gelangen, so weiß er nichts davon. O wenn Du mich doch im Grabe verbergen wolltest, bis Dein Zorn vorüber ist!” (Hiob 14). Er fragte: „Doch wenn der Mensch gestorben ist, - kann er wohl wieder aufleben? Dann wollte ich alle Tage meines Frondienstes harren, bis die Ablösung für mich käme; dann würdest Du rufen und ich gäbe Dir Antwort. DU hast mir Grenzen gesetzt, die ich nicht überschreiten darf.” usw. Er wußte um all diese Dinge; er hatte das Leben der Bäume beobachtet. Was aber geschah mit einem Menschen, wenn er gestorben war? Er steht nicht wieder auf. Deshalb zeigte Gott ihm den Erlöser.
E-47 Er wollte wissen, ob es jemanden gibt, der für ihn Fürsprache einlegen konnte. Er war ja für so viele Menschen eingetreten, doch gab es jetzt jemanden, der Fürsprache für ihn einlegen konnte? War jemand da, der seine Hand auf Hiob legen, auf einen sündigen Menschen legen und eine Brücke zu dem heiligen Gott schlagen konnte? Durfte er zu Seinem Hause gehen und an Seine Tür klopfen? Würde Er Seine Tür öffnen und eine Weile mit ihm reden?
Doch dann, als die Inspiration in sein Herz kam, sah er Gott. Blitze leuchteten auf, Donner rollten. Als das geschah, stellte er sich hin und sprach: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! Mein Erlöser wird als letzter hier auf der Erde auftreten!” Er begann, die Reaktion Gottes auf seinen Glauben zu sehen.
E-48 Wir fragen uns, ob wir Gott sehen können. Gibt es eine Möglichkeit, Ihn zu sehen? Der einzige Weg dazu war, daß Gott Hiob prüfte. Danach sagte er: „Nur durch Hörensagen hatte ich von Dir vernommen, jetzt aber hat mein Auge Dich geschaut.” Der Anblick des Unsichtbaren wurde klar. Er sah, wie Gewölk aufkam, er sah das Blitzen, hörte das Donnern. Vielleicht war es ein klarer Tag. Er erkannte, daß Gott in dieser Wolke und in dem Wettersturm war. Er konnte Gott mit seinem natürlichen Auge sehen. Seht, der Unsichtbare wurde sichtbar. Was andere in Visionen sahen, bestätigte sich hier vor dem natürlichen Auge.
E-49 Es ist so wie mit dem Glauben und den Werken, von denen wir gestern abend sprachen. Abraham hatte ebenfalls keine Bibel, die er lesen konnte, doch er war ein Prophet. Er sah Visionen; er hatte Glauben. Anderen kam es falsch vor, daß er glaubte, sie würden ein Baby bekommen. Doch sie bekamen das Baby, denn er hatte es in einer Vision gesehen, und deshalb sagte er: „Ich werde es bekommen. Ich werde es bekommen.” Als dann das Baby geboren war, konnten die anderen Menschen mit ihren Augen sehen, was er in einer Vision gesehen hatte. Wenn ihr nach dem handelt, was ihr in eurem Herzen glaubt, dann werden die Menschen Gott durch das, was an euch geschieht, kennenlernen. Es geschieht durch die Art und Weise, wie ihr handelt. So könnt ihr Gott mit euren Augen sehen. Doch, obwohl er soviel Gutes für andere getan hatte, benötigte er jemanden, der für ihn Fürsprache einlegte. Durch die Geburt Isaaks wurde die Inspiration, die ihn dahin gebracht hatte, bestätigt. Daran konnten die Menschen erkennen, daß das, was er in der Vision gesehen hatte, tatsächlich die Wahrheit gewesen ist.
E-50 Manchmal kommt dieser lebendige Glaube gerade in Krisenzeiten. Es sind gewöhnlich die Krisen, die uns dahin drängen. Es war die Krise, die Hiob dahin brachte, denn er war am Ende. Seine Kinder waren tot; seine Kamele ebenfalls; sein ganzer Besitz war dahin, zerstört. Sein eigenes Leben war wertlos, denn Geschwüre bedeckten ihn vom Scheitel bis zur Sohle. Es war eine Krise, die ihn bedrängte. Gerade zu der Zeit kam die Inspiration über ihn.
E-51 O Männer und Frauen, wenn ihr euch heute abend doch nur umsehen und erkennen könntet, wie nahe wir dem Kommen des Herrn sind! Ihr habt die Taufe des Heiligen Geistes vor euch hergeschoben. Vielleicht habt ihr euch auf ein Gefühlserlebnis verlassen, auf etwas, das ihr getan habt, das Satan aber nachahmen kann, habt aber nicht den echten Geist in euch aufgenommen, um in den Verheißungen Gottes den ganzen Weg zu gehen. Wie kann ein Mensch, der den Anspruch stellt, daß er den Heiligen Geist hat, ein Wort dieser Bibel leugnen, indem er sagt, daß es nicht stimmt? Das könnt ihr nicht.
Es hat nichts damit zu tun, wie fromm ihr seid, zu wie vielen Gemeinden ihr gehört, in wie vielen Büchern euer Name eingetragen ist. Wenn der echte Heilige Geist, der das verwirklichte Wort ist, in euch ist, dann werdet ihr die Botschaft und die Stunde erkennen. Denn es ist der Heilige Geist, der es tut. Doch es muß etwas da sein, um es anzuzünden - die Inspiration muß über euch kommen. Ihr könnt Wasser in den Erdboden gießen und gießen und gießen, doch wie kann es etwas hervorbringen, wenn kein Same dann ist, auf den es fließt? Es ist nichts da, was hervorgebracht werden könnte. Deshalb werden es nur die Auserwählten Gottes sehen.
E-52 Die Auserwählten Gottes sahen es zur Zeit Noahs, zur Zeit Moses, zur Zeit Jesu, zur Zeit der Apostel, zur Zeit Luthers, zur Zeit Wesleys und zur Zeit der Pfingsterweckung, denn sie waren der Same, der sich auf Erden befand, als die Inspiration ausgegossen wurde. Während jetzt die Inspiration ausgegossen wird, um die Braut zu sammeln, werden es wieder nur die Auserwählten sein, die es erkennen. Jesus sagte: „ICH danke Dir, Vater, daß Du dies vor Weisen und Klugen verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast.” Die Inspiration muß über sie kommen.
E-53 Als die Inspiration über ihn kam, geschah es. Dann hatte er sie. Wir haben festgestellt, daß sie in Krisenzeiten kommt, wenn wir bedrängt werden. Schaut euch heute um! Seht euch den Zustand an, in dem wir leben. Leben wir nicht in einem modernen Sodom und Gomorrha? Ist die Welt nicht wieder da angekommen? Es war eine heidnische Welt, die damals durch Feuer zerstört wurde. Sagte Jesus nicht in Lukas 17, von Vers 28: „Ebenso, wie es in den Tagen Lots zugegangen ist, wird es auch an dem Tage sein, an welchem der Menschensohn sich offenbart.”? Was bedeutet „offenbaren”? Ein Geheimnis bekannt machen. „Offenbarung” bedeutet, ein Geheimnis kundzutun.
All die Dinge, die während der Gemeindezeitalter verborgen waren, werden jetzt geoffenbart und bekannt gemacht. Wir könnten das einfach sagen, doch wenn Gott es nicht bestätigt, ist es verkehrt. Seht, Gott benötigt niemanden, der Sein Wort deutet, Er ist Sein eigener Ausleger. ER sagte: „Eine Jungfrau wird schwanger werden!”, und es geschah. ER sprach: „Es werde Licht!”, und es war da. Wir leben jetzt nicht im Zeitalter Luthers, Wesleys oder im Pfingst-Gemeindezeitalter. Durch die Pfingsterweckung wurden lediglich die Gaben in der Gemeinde zurückerstattet. Wir leben jetzt in der Abendzeit, wir leben in der Zeit der Herausrufung der Braut.
E-54 Genauso schwer, wie es für die Katholiken war, den Dienst Luthers zu begreifen, und für die Lutheraner, den Dienst Wesleys, und für die Methodisten, das, was im Pfingstzeitalter geschah, so schwer ist es für die Pfingstler, diese Zeit zu erkennen. So war es immer, denn es wird nur auf den auserwählten Samen ausgegossen; nur auf ihn. So lehrt es die Bibel. Sie können es sehen. Jesus betete sogar für die anderen und sagte: „Sie sind blind und wissen es nicht.” In Offenbarung steht über dieses Gemeindezeitalter von Laodizea, in dem man Ihn aus Seiner Gemeinde hinausgetan hat, daß sie elend, arm, blind und nackt sind, es aber nicht wissen. Es ist wieder dasselbe, sie können es nicht sehen und nicht verstehen. Sie sind so in Traditionen verstrickt.
E-55 Denkt an das verheißene Wort Gottes, das durch den Mund Jesu Christi erging. Derselbe Gott sprach die Schöpfung ins Dasein. ER war es, der schon vor Grundlegung der Welt die Worte sprach: „Es werde...!”, und es ward. Von Ihm wird gesagt: „ER war in der Welt, und die Welt war durch Ihn geschaffen, doch die Welt erkannte Ihn nicht.” „Allen aber, die Ihn annahmen - erkannten -, gab Er die Macht, Söhne Gottes zu werden.” Der Schöpfer, der Schöpfer selbst, weckte Lazarus von den Toten auf. ER sprach: „Dies befremde euch nicht, denn es kommt die Stunde, wo die Toten in den Gräbern die Stimme des Sohnes Gottes hören und hervorkommen werden.” Derselbe Gott, der sprach: „Es werde Licht!”, sagte auch: „Die Stimme des Sohnes Gottes wird diejenigen, die in den Gräbern sind, herausrufen.” Es muß zu Seiner Zeit geschehen. ER sprach, daß Männliches und Weibliches usw. hervorkommen soll, und all diese Dinge. Oft war es Hunderte von Jahren, bevor es eintraf.
E-56 Die Inspiration kam über den Propheten Jesaja, und er sprach: „Ein Kind wird uns geboren, ein Sohn uns geschenkt werden. Sein Name lautet: 'Wunderrat, Heldengott, Ewigvater, Friedefürst!'” Tage, Wochen, Monate, Jahre, Jahrhunderte vergingen. Erst achthundert Jahre später wurde Immanuel durch eine Jungfrau geboren. Weil Gott es durch die Lippen eines gesalbten Propheten ausgesprochen hatte, kam der Same hervor. In bezug auf dieses große Ereignis sagte Er: „Erbitte dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott.”
Dann sprach Er: „Darum werde Ich selbst euch ein Zeichen geben: 'Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden.'” - ein ewiges Zeichen.
Wir stellten fest, daß der Heilige Geist gewöhnlich in Stunden wirklicher Bedrängnis eingreift. Er ließ zu, daß die drei Männer in den Feuerofen hineingeworfen wurden, bevor Er eine Hand bewegte. Doch wenn Er sie bewegt, dann bewegt Er sie!
E-57 Wir lasen vorhin aus Lukas 17:30. Dort sagt Er, daß der Menschensohn sich in den letzten Tagen so offenbart, wie Er es tat, ehe Sodom und Gomorrha zerstört wurden, und daß sich die Welt zu der Zeit in der gleichen Verfassung befindet. ER sprach auch von Noah, und wie die Menschen damals aßen und tranken, heirateten und verheiratet wurden. Dann kam Er zur Sache und sprach: „Wie es in den Tagen Lots zugegangen ist, ebenso wird es auch an dem Tage sein, wenn der Menschensohn sich offenbart.” Beachtet: Der Menschensohn offenbarte sich der Gruppe Abrahams als ein Mann, als Prophet, in menschlicher Gestalt, als gewöhnlicher Mann mit Staub auf der Kleidung, doch Abraham nannte Ihn „Elohim”.
E-58 Jesus hat hier verheißen, daß der Menschensohn sich in den letzten Tagen, bevor das Feuer fällt, derselben Art von Gruppe, dem königlichen Samen Abrahams, offenbaren würde. Merkt es euch: Die Gemeinde - Abraham und die Seinen erhielten keinen weiteren Zeugen mehr, sondern direkt danach kam der verheißene Sohn, auf den sie warteten. Die Gemeinde hält Ausschau nach dem verheißenen Sohn. ER wird kommen; direkt nach den Tagen dieses Dienstes wird Er sich vom Himmel her offenbaren. Wir sehen es ganz klar, es muß so geschehen. Das einzige, was wir benötigen, ist, daß dieser lebendige Glaube in uns Menschen hineinkommt, so daß Gott es verwirklichen und uns zeigen kann, daß dies die Sache ist, die geschehen soll.
E-59 Wie Moses...
Er wollte die Kinder Israel nicht befreien. Gott aber sprach zu ihm aus dem brennenden Busch. Er wollte nicht gehen, doch er mußte gehen. Moses hatte von Ihm gehört, daß Er der große Jehova ist. Dann aber sah er Ihn, in der Gestalt der Feuersäule. „Ich hatte von Dir gehört, jetzt aber sehe ich Dich.” Worin wurde Er gesehen? Darin, daß Sein Wort Wirklichkeit wurde.
Gott hatte Abraham gesagt, daß seine Nachkommen vierhundert Jahre lang in einem fremden Land wohnen und daß Er sie dann mit mächtiger Hand herausführen würde.
Beachtet, aus dem brennenden Busch kam die Bestätigung dessen, was dem Propheten Abraham zugesagt worden war. Moses konnte sagen: „Ich habe gehört, jetzt aber sehe ich es.”
E-60 Wir haben gehört, daß der Menschensohn in den letzten Tagen unter Sein Volk kommen und sich vor den Menschen genauso offenbaren würde, wie Er es damals, vor der Zerstörung Sodoms, tat. Was tat der Menschensohn? ER erkannte die geheimen Gedanken im Herzen Saras, und Er gab Abraham die Verheißung. Abraham hatte die Stimme Gottes gehört, vielleicht hatte er Ihn auf verschiedene Weise gesehen. Ich weiß nicht, ob Er durch Träume oder durch Weissagungen zu ihm geredet hatte. Doch dieses Mal sah er Ihn. „Ich habe von Dir gehört, jetzt aber sehe ich Dich.”
Die Gemeinde hat von Gott gehört, sie hat von Ihm gelesen, was Er getan und welche Verheißungen Er gegeben hat. Doch jetzt sehen wir Ihn mit unseren Augen wie damals Hiob. „Ich habe von Dir gehört, doch jetzt sehe ich Dich.” Oh, was für ein Unterschied!
E-61 Als Moses sich in einer Krise befand, schrie er. Wir sehen in 2. Moses 14:13-16, daß er mit den Kindern Israel große Mühe hatte. Da kam die Inspiration über ihn, und er sprach aus, was er sagen mußte, ohne zu wissen, daß er es sagte: „Haltet stand, so werdet ihr sehen, welche Rettung euch der Herr schaffen wird.” Gott hatte ja noch nicht zu ihm gesprochen. Die Inspiration war über ihn gekommen.
Sie sagten: „Warum hast du uns hierhergebracht? Wir wären lieber in Ägypten gestorben. Hast du uns etwa deshalb, weil es in Ägypten keine Gräber gibt, hierhergebracht, damit wir sterben? Wir hätten dort als Sklaven bis zu unserm Tod in Frieden leben können, doch du hast uns hierhergebracht.”
Moses, der ja ein Prophet war, wußte, daß er Zugang zu Gott hatte. Er wurde inspiriert und sagte: „Haltet nur stand, so werdet ihr sehen, welche Rettung euch Gott schaffen wird! denn so, wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie nie wieder sehen.” Wie wußte er, daß es geschehen würde? Wie wußte er das? Er wußte gar nicht, was er aussprach!
E-62 Als Mittler sprach er es aus. Gott sagte ihm dann, wie er es tun sollte. ER sprach: „Moses, schrei nicht zu Mir. Hebe deinen Stab empor und strecke deine Hand über das Meer aus und spalte es, damit die Kinder Israel hindurchziehen können.” Amen.
So kommt die Inspiration über euch, wenn ihr krank seid. So kommt sie über euch, wenn ihr leidet. Es wird euch etwas geoffenbart, ihr erkennt, daß es euch geoffenbart worden ist, und sprecht aus: „Ich bin geheilt!”
Dann sagt Gott euch, was ihr zu tun habt, z.B.: „Stehe auf und gehe umher.' Amen! Alles ist vorüber, wenn ihr das tun könnt. So tut es Gott. Dann seht ihr, wie Gott sich durch euch kundtut.
Es war Gott, der ihm das gebot. Alle, die dort waren - ganz Israel erkannte, daß die Inspiration auf Moses gekommen war. Sie sahen mit eigenen Augen, daß Gott das Wasser auf beide Seiten zurückdrängte. Die Feuersäule führte sie durch das Meer. Sie hatten von Gott gehört, dann sahen sie Gott.
E-63 Josua befand sich in einer Stunde der Krise, als die Armeen sich im Kampf befanden und die Sonne im Begriff war unterzugehen. Josua war ein Prophet. Er wußte, daß er noch mehr Männer verlieren würde, wenn es den feindlichen Armeen gelänge, sich wieder zu sammeln und anzugreifen. In dieser Stunde der Krise mußte etwas geschehen. Es gab nur eine Möglichkeit, sie alle zu besiegen: Er mußte sie verfolgen. Doch es war nicht mehr lange genug hell, um das zu tun. Also stellte sich Josua hin, erhob seine Hände und sprach: „Sonne, stehe still, und du, Mond, bleibe stehen im Tal von Ajalon, bis dieser Kampf entschieden ist.” Da stand die Sonne still. Sie hörten Josua sprechen, und dann sahen sie mit ihren eigenen Augen, wie Gott handelte. Wahrhaftig!
E-64 Natürlich war es paradox, was sie sahen; es war etwas, das unmöglich zu sein scheint. Dennoch ist es wahr. Die Bibel sagt: „Da stand die Sonne still.” Ich weiß nicht, was ihr Leute denkt, die ihr doch wißt, daß die Erde rund ist. Trotzdem stand die Sonne still. Josua versuchte nicht zu ergründen, wie es geschehen konnte, wie Gott es vollbringen würde; er sagte lediglich: „Sonne, stehe still!” Er sprach es aus, ohne sich vielleicht darüber bewußt zu sein, was er da sagte, denn Gott war es, der es ihm eingab, und Er führte es aus.
Das gleiche ist mit Markus 11:23: „Wenn ihr zu dem Berge dort sagt: 'Versetze dich!' und in eurem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, daß das, was ihr aussprecht, in Erfüllung geht, so wird es euch erfüllt werden.” Ihr könnt nicht dastehen und in eurer Gesinnung „herumtasten” und es dann aussprechen. Ihr müßt inspiriert werden, es auszusprechen. Amen!
E-65 Entschuldigt diesen Ausdruck. Diese Schriftstelle hat mir mein Leben lang zu schaffen gemacht. Als ich an jenem Tag früh im Wald war - Gott ist mein Richter. Ich könnte jetzt auf diesem Podium tot umfallen. -, dachte ich darüber nach. Da sprach die Stimme zu mir, und Er sagte: „Diese Schriftstelle ist wie alle anderen Schriftstellen. Sie ist wahr!”
Ich dachte: „Wie kann das sein?”
ER antwortete und sagte: „Sprich es aus, und es wird so sein. Zweifle nicht daran.”
Ich sprach dort mit Jemandem. Ich war tief im Wald. Drei Tage war ich schon dort und hatte noch keine Eichhörnchen gesehen. Dort waren keine Eichhörnchen. Ich befand mich in einem Platanendickicht, wohin die Eichhörnchen gar nicht kommen. Jeder, der Eichhörnchen jagt, weiß, daß sie sich nicht bei Platanen aufhalten. Ich saß dort, der Wind wehte stark. Es war ungefähr zehn Uhr morgens. Ich dachte wieder darüber nach.
Es hieß: „Du jagst, und du benötigst Eichhörnchen, genau wie Abraham den Widder benötigte.”
Ich dachte: „ER hat mir immer die Wahrheit gesagt. Doch das klingt seltsam.” Ich richtete mich dort, wo ich saß, auf und sah mich um: „Wo ist die Person, die zu mir gesprochen hat?” Ich sah niemanden, nur der Wind wehte stark. Ich dachte: „Ist es möglich, daß ich eingeschlafen bin und das geträumt habe?” Nein, ich war nicht eingeschlafen. Ich saß dort an den Baum gelehnt und schaute umher. Ich sollte ja Bruder Wood und Bruder Sothmann bald abholen. Es war ungefähr zehn Uhr am Morgen. Die Farmer arbeiteten. Sie brachten ihr Getreide ein.
E-66 Wieder hörte ich Ihn sagen: „Du jagst doch und benötigst Wild. Wie viele brauchst du?”
Ich dachte: „Ich möchte es nicht übertreiben. Ich werde nur um drei Eichhörnchen bitten. Ich möchte drei junge, rote Eichhörnchen. Ich möchte sie.”
ER antwortete: „Dann sprich es aus.”
Ich sagte: „Ich werde drei junge, rote Eichhörnchen bekommen.”
ER fragte: „Von woher sollen sie kommen?”
Ich dachte: „Soweit bin ich nun gegangen. Es spricht hier wirklich jemand mit mir.” Es war genauso, wie ihr meine Stimme jetzt hört. Gott im Himmel weiß, daß es wahr ist. Ich lege die Bibel an mein Herz. Ich suchte mir eine eigenartige Stelle aus: einen alten, vertrockneten Ast, der etwa fünfzig Meter von mir entfernt war. Auf diese Entfernung war mein Gewehr eingeschossen.
Ich sagte: „Das erste soll dort erscheinen.” - und schon war es dort!
Ich rieb meine Augen und schaute noch einmal hin. Ich wandte meinen Kopf ab und dachte: „Ich will doch nicht auf eine Vision schießen!” Wieder blickte ich hin, und dort saß das Eichhörnchen. Ich legte eine Patrone in mein Gewehr und zielte. Ich konnte sein dunkles Auge sehen. Es war ein rotes, junges Eichhörnchen. Ich dachte: „Vielleicht schlafe ich doch und wache gleich auf. Ich träume es nur.” Ich zielte, drückte ab, und das Eichhörnchen fiel von dem Ast. Ich dachte: „Ich weiß nicht so recht.” und überlegte, ob ich hingehen und nachsehen sollte, ob es da ist. Also ging ich hin, und es lag dort. Ich hob es auf; es blutete. Wenn es eine Vision gewesen wäre, dann hätte es nicht geblutet. Ich hob es auf. Es war ein Eichhörnchen. Ich erstarrte ganz.
E-67 Ich sah mich um und sagte: „O Gott, das warst Du. Ich danke Dir dafür. Jetzt werde ich gehen.”
ER antwortete: „Zweifelst du an dem, was du sagtest? Du sagtest doch, daß du drei haben möchtest. Wo soll das nächste sein?”
Ich dachte: „Selbst, wenn ich träume: ich werde weitermachen.”
Diesmal wählte ich einen alten Baumstamm, der ganz von giftigem Efeu umrankt war. Darin findet man nie Eichhörnchen. Ich sagte: „Das nächste soll direkt dort aus dem giftigen Efeu herauskommen.” Und sofort saß das junge, rote Eichhörnchen da und schaute mich an. Ich stellte mein Gewehr hin und rieb mir die Augen. Dann wandte ich mich wieder um. Es saß dort, hatte sein Haupt seitwärts geneigt. Ich schoß das Eichhörnchen und wollte nach Hause gehen.
ER sprach: „Du hast doch 'drei' gesagt. Zweifelst du an dem, was du sagtest?”
„Nein”, erwiderte ich, „Herr, ich zweifle nicht an dem, was ich sagte, denn Du bestätigst es.” Dies war eine Schriftstelle, die mir zu schaffen machte. Der Herr sagte nicht: „Wenn Ich sage...”, sondern: „Wenn ihr sagt...”. Nicht, wenn Jesus es sagt, sondern wenn ihr selbst es sagt.
E-68 Ich dachte: „Jetzt habe ich den Zugang zu diesem Kanal bekommen. Ich weiß, Er ist hier, denn ich bin fast außer mir.” Ich überlegte: „Diesmal will ich etwas ganz Unmögliches.” Ich sagte: „Ein rotes Eichhörnchen soll jetzt von jenem Hügel herunterkommen, dort entlang und an mir vorbeilaufen, sich da auf diesen Ast setzen und zu diesem bestimmten Farmer hinschauen.” Schon kam es den Hügel herunter, lief dort entlang, setzte sich darauf und blickte zu dem Farmer hin. Ich erlegte es.
Satan sagte zu mir: „Weißt du, der Wald ist doch jetzt voll von ihnen.” Ich blieb bis zwölf Uhr dort, doch es geschah nichts mehr. Es zeigt, daß Gott der Schöpfer des Himmels und der Erde ist.
E-69 In Jeffersonville hört mir jetzt eine Familie namens Wright zu. Bruder Wood und ich besuchten sie. Sie bereiten den Abendmahlswein für die Gemeinde zu. Edith, eine verkrüppelte Frau, saß dort in dem Raum. Sie war ihr ganzes Leben lang krank. Wir hatten immer darauf gewartet, daß Gott sie heilt. Ihre Schwester ist Witwe; ihr Mann wurde getötet. Sie heißt Hattie. Sie ist eine sehr demütige Frau. Während Bruder Banks und ich gegangen waren, um ihr einen Hasen zu schießen; sie hatten einen großen Kirschschuster gekocht. Wir mußten uns dann setzen und essen.
Wir saßen um den Tisch und sprachen über diese Begebenheit, denn es war damals gerade vor einigen Tagen geschehen. Als ich dort am Tisch saß und darüber sprach, sagte ich plötzlich: „Was könnte geschehen sein?” Ich fragte: „Bruder Wright, du bist ein alter Mann und hast dein Leben lang Eichhörnchen gejagt. Bruder Shelby, du bist ein Experte in der Eichhörnchenjagd; auch du, Bruder Wood. Ich jage sie seit meiner Kindheit. Habt ihr je ein Eichhörnchen in Platanen- oder Akaziendickicht gesehen?”
„Nein.”
Ich sagte: „Sie waren vorher nicht da. Ich weiß nur, daß es derselbe Gott ist. Als Abraham einen Widder benötigte, war Er Jehova-Jireh, der für sich selbst etwas bereitete.” Ich sprach: „Ich glaube, daß dies dasselbe ist.”
E-70 Hattie saß dort und sagte: „Bruder Branham, das ist die reine Wahrheit.”
Sie sagte das Richtige! Als sie das tat, kam der Heilige Geist wieder in diesen Kanal hinein. Alle verspürten es. Ich erhob mich und sagte: „Schwester Hattie, SO SPRICHT DER HERR: du hast das rechte Wort gesagt wie damals die Syrophönizierin. Der Heilige Geist hat jetzt zu mir gesprochen, daß ich dir den Wunsch deines Herzens geben soll.” Ich sagte: „Wenn ich der Knecht Gottes bin, wird es geschehen. Bin ich nicht Gottes Knecht, dann bin ich ein Lügner, und es wird nicht geschehen. Dann bin ich ein Betrüger.” Ich fuhr fort: „Prüfe jetzt und sieh, ob es der Geist Gottes ist oder nicht.”
Alle begannen zu weinen. Sie fragte: „Bruder Branham, worum soll ich bitten?”
Ich erwiderte: „Du hast hier eine verkrüppelte Schwester sitzen.”
E-71 Ich hatte zwanzig Dollar in meiner Tasche, die sie als Opfer gegeben hatte und die ich ihr zurückgeben wollte. Die Frau erwirtschaftet mit ihren beiden Söhnen auf der alten Farm im Jahr vielleicht nicht mehr als zweihundert Dollar. Ihre Jungs waren in ihrer Schulzeit zu regelrechten „Rickys” geworden und setzten ihrer Mutter sehr zu. Sie waren etwa fünfzehn, sechzehn Jahre alt. Sie standen dort und lachten über das, was ich sagte.
Ich meinte: „Hier sitzen dein Vater und deine Mutter, die schon alt sind. Du hast kein Geld. Bitte um Geld und sieh, ob es dir nicht in den Schoß fällt. Bitte für deine Schwester und sieh, ob sie nicht aufsteht und herumgeht.” Ich wußte wie Hiob, daß mich etwas erfaßt hatte. Ich sagte: „Ich weiß es! Hier stehe ich vor etwa zehn Menschen. Wenn es nicht geschieht, dann bin ich ein falscher Prophet.”
Sie fragte wieder: „Worum soll ich bitten?”
Ich erwiderte: „Das mußt du selbst entscheiden. Ich kann dir die Entscheidung nicht abnehmen.”
Die kleine Frau schaute umher. Plötzlich sagte sie: „Bruder Branham, das größte Verlangen meines Herzens ist die Rettung meiner beiden Söhne.”
Ich antwortete: „Ich gebe dir deine Söhne im Namen Jesus Christus.” Und schon fielen die Jungs, die zusammen gekichert, gelacht und sich darüber lustig gemacht hatten, auf den Schoß ihrer Mutter nieder, übergaben Gott ihr Leben und wurden sofort mit dem Heiligen Geist erfüllt. Direkt dort!
Warum? Das ist die Wahrheit. Gott hat die Autorität, mich vor all diesen Menschen in der ganzen Nation zu töten. Viele von euch hier und in Jeffersonville wissen es. Ich kann die Versammlung in Jeffersonville fast „Amen” rufen hören, denn sie hören jetzt dort in der Kapelle zu. Seht, es ist die Wahrheit. Was ist es? Es geschieht durch die souveräne Gnade Gottes. Anders kann es nicht geschehen.
E-72 Es war ein entscheidender Augenblick. Denkt nur an die Männer und all die Menschen, mit denen ich befreundet bin! An all den Angesehenen ging Gott vorbei, um sich einer armen, alten Frau, die kaum ihren Namen schreiben kann, zuzuwenden. ER wußte, worum sie bitten würde. Es war das Wertvollste. Ihre Schwester ist bereits gestorben, und ihr Vater und ihre Mutter müssen ebenfalls sterben; das Geld wäre ausgegangen; doch die Seelen ihrer Söhne sind ewig. Das war ihre Stunde, um es zu ergreifen! Sobald ich ausgesprochen hatte: „Ich gebe dir deine beiden Söhne im Namen Jesus Christus”, fielen sie auf den Schoß ihrer Mutter nieder. Wie viele hier wissen, daß es wahr ist? Seht, da habt ihr es! Ja! Was war es? Inspiration!
Nun: „Ich habe von Dir gehört, daß Du einen Widder erschaffen konntest. Ich habe von Dir gehört, daß Du Eichhörnchen erschaffen kannst. Doch jetzt habe ich Dich mit meinen eigenen Augen gesehen.” Es wurde Realität; die Vision wurde wahrnehmbar. Wenn Gott etwas verheißen hat, dann erfüllt Er es.
E-73 Seht, es geschieht, wenn ihr etwas nötig habt wie Josua. Er war in Not und dachte nicht über die Umstände nach, sondern sprach aus, was Gott ihm eingab. Glaubt ihr, daß die Sonne stillstand? Ich glaube es auch. Wie geschah es? Versucht nicht, es zu ergründen. Doch es geschah so. Josua sprach es aus, indem er seine Hände erhob. In diesem kritischen Moment hatte er Verbindung mit Gott, und es geschah. Es war die rechte Zeit. Der Geist des lebendigen Gottes sah die Not und drängte Josua, es auszusprechen. Derselbe Gott sah die Not Abrahams. Derselbe Gott sah die Notwendigkeit, mir diese Schriftstelle zu bestätigen; daß auch diese Schriftstelle wahr ist. Derselbe Gott sah auch die Notwendigkeit, diese beiden vorherbestimmten Söhne zu retten. Es war der Moment, in dem Er es bewies und Sein Wort bestätigte.
E-74 In Markus 14 wird von einer Frau berichtet, die Ihm glaubte. Sie war in Not und sah, daß Seine Füße gewaschen werden mußten. Sie brauchte nur inspiriert zu werden, und schon handelte sie. Hört genau zu, ehe wir zum Schluß kommen. Sie brauchte nur inspiriert zu werden, um zu handeln. Sie hatte schon von Ihm gehört. Sie hatte gehört, daß Er einer Frau, einer Dirne, die Sünden vergeben und gesagt hatte: „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.” Sie hatte von Ihm gehört, doch nun sah sie Ihn. Sie wurde inspiriert, Ihm zu dienen. Mehr braucht an euch nicht zu geschehen.
Laßt euch vom Heiligen Geist sagen: „Du bist ein Sünder.” Laßt euch vom Heiligen Geist sagen: „Du bist verkehrt.” Laßt euch vom Heiligen Geist durch die Schrift beweisen, daß ihr verkehrt seid. Es wird nur durch den geradlinigen Kanal jeder Schriftstelle Gottes wirksam sein und um keinen Preis daran vorbeigehen. Wenn ihr es tut, wird es euch nichts nützen. Der Heilige Geist kann euch die Inspiration geben, doch wenn die Seele nicht recht vor Gott ist, wie wir es in dieser Woche betrachtet haben, wird es trotzdem nichts nützen. Denkt daran: in den letzten Tagen werden falsche Gesalbte auftreten - nicht falsche „Jesusse”, sondern falsche Christusse, Gesalbte, die sogar die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre.
E-75 Seht, sie hatte Ihm einen Dienst zu erweisen. Sie hatte von Ihm gehört, Jetzt sah sie Ihn mit eigenen Augen. Sie hatte einen Dienst zu verrichten und hatte nichts, womit sie es tun konnte. Trotzdem eilte sie dorthin, um den Dienst zu tun, und Gott sorgte für das Wasser und das Handtuch, damit Seine Füße gewaschen werden konnten. Sie hatte ihr ganzes Leben lang von dem lebendigen Gott gehört - jetzt aber sah sie Ihn mit eigenen Augen. Sie wußte, daß Er es ist. Die Inspiration kam über sie und sagte ihr: „Dies ist der Botschafter.” ER hatte etwas nötig; Seine Füße waren schmutzig. Doch sie hatte nichts, womit sie Ihm dienen konnte. Dennoch lief sie hin, um Ihm den Dienst zu erweisen, denn sie war inspiriert, das zu tun.
E-76 Oh, ihr zurückgefallenen Gemeindemitglieder, Männer und Frauen aus Denominationen, könnt ihr nicht sehen, was Jesus heute abend benötigt? Wenn euch nur die Inspiration erfassen kann, dann seht ihr, daß dies die Stunde ist, um es zu tun. Sie sah Ihn mit eigenen Augen. Die anderen spotteten über Ihn; sie glaubten Seine Botschaft nicht. Selbst Simon, der Gastgeber, der Pastor, der Ihn eingeladen hatte, tat es nur, um sich über Ihn lustig zu machen. Sie glaubten nicht, daß Er ein Prophet war.
Als es schien, daß der Teufel alles so gefügt hatte, daß er zu Recht etwas sagen konnte, da dachte er bei sich: „Wenn dieser Mann ein Prophet wäre, wüßte er, was das für eine Frau ist, die Ihm die Füße gewaschen hat. Wenn Er wirklich ein Prophet wäre!” Seht, ihm war es nicht geoffenbart, wer Er war. Es konnte keine Inspiration über ihn kommen, denn es war nichts in ihm, was erfaßt werden konnte. Sie aber wurde davon erfaßt.
E-77 Ihre Augen übersahen die Kritik an Ihm. Sie glaubte, daß Er das Wort der Propheten war. Sie erkannte, daß alle Worte der Propheten sich an Ihm erfüllten. Sie hatte gehört, daß Er auf Erden war, doch nun sah sie Ihn. Beachtet, was sie tat. Sie sah das fleischgewordene Wort, den Messias, Immanuel. Als sie diesem lebendigen Glauben - der Offenbarung, wer Er in der Zeit, in der sie lebte, war: das Lamm Gottes für solche Sünder wie sie - freien Lauf ließ, da trat sie herzu, um Ihm zu dienen, ohne zu wissen, wie sie es tun sollte.
So erfolgt eine echte Heilung, nämlich dann, wenn es euch geoffenbart wird, daß Er um eurer Übertretungen willen verwundet und infolge eurer Verschuldungen zerschlagen war und daß euch durch Seine Wunden Heilung zuteil geworden ist. Wenn ihr in Seiner Gegenwart durch das Wort in Markus 11 inspiriert werdet, seht ihr, daß Er sich gemäß Lukas 17, 30 in den letzten Tagen unter Seinem Volk in menschlichem Fleisch offenbart, wie Er es tat, bevor Sodom zerstört wurde. Wenn ihr das seht, berührt euch etwas.
Dann mag der Arzt sagen: „Der Krebs ist noch immer da.”
Der Patient aber sagt: „Ich-ich-ich weiß nicht, wie es geschieht, daß ich gehen kann, doch ich werde trotzdem gehen.” Wir wissen nicht, wie es geschehen wird.
E-78 Sie trat herzu, um Ihm zu dienen, weil die Inspiration über sie gekommen war, daß dies die Stunde, daß dies der Botschafter, daß dies der Messias war, der heilen kann, und sie glaubte es. ER hatte einen Dienst nötig, und sie kam, um es zu tun. Sie hatte nichts, womit sie es tun konnte. Sie handelte lediglich aufgrund ihrer Inspiration. Beachtet, Gott öffnete die Tränendrüsen ihrer Augen. Ihre Ohren hatten von Ihm gehört, jetzt sahen ihre Augen Ihn, und sie brach in Tränen der Freude aus. Zu den Tränen, die herunterflossen, hatte Gott ihr noch das lange Haar gegeben. Gott sorgte für das Handtuch, durch ihr eigenes Haar, und für das Wasser, durch ihre Tränen. Sie erwies Ihm, dem lebendigen Gott, den Dienst, den Er nötig hatte. Sie hatte von Ihm gehört, jetzt aber sah sie Ihn und durfte Ihm einen Dienst erweisen.
O Sünder! Warum tust du nicht das gleiche, wenn du jetzt die Notwendigkeit erkennst. ER benötigt dich und deinen Dienst! Jetzt darfst du den schauen, von dem du einmal aus der Bibel gehört hast. Wir sahen, wie Er gestern abend hereinkam und was Er tat. Wir haben Ihn in jeder Versammlung gesehen, und manchmal saßen wir kalt und gleichgültig da und meinten: „Ja, ich weiß, daß die Schrift es sagt. Ich habe es geschehen sehen.” Wir haben keine Begeisterung; es scheint uns nicht recht zu erfassen.
Es scheint noch nichts da zu sein, was aus euch hervorströmt.
E-79 Wenn man ein Streichholz nimmt und es anzünden möchte, muß es am Ende einen Zündkopf haben, andernfalls brennt es nicht an. Ihr könnt reiben und reiben und reiben; wenn irgendein chemischer Stoff den Schwefel zerstört hat, brennt es nicht an, und es gibt kein Licht. Wenn jedoch der Zündkopf in Ordnung ist und man es anzündet, so wird es Licht geben.
Wenn die Schriftstellen der Botschaft dieses letzten Tages sich wirklich erfüllen, dann seht ihr die Gegenwart Jesu Christi. Ihr habt gehört, was Er in Seinem Erdenleben getan hat, und erkennt, daß die Schrift sagt: „ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.” Kurz bevor das Feuer des Zornes Gottes sich über dem sodomitischen Zustand entlädt, sehen wir, wie Jesus zu Seinem Volk zurückkehrt, in menschlichem Fleisch Gestalt annimmt und das gleiche tut, was Er getan hat. Oh, das sollte unsere Seele mit Herrlichkeit erfüllen. Es sollte etwas an uns bewirken. Weshalb? Weil es hineinsinkt.
E-80 Ihr habt in der Bibel gelesen, was Er tat, als die Frau Sein Gewand berührte. ER wandte sich um, sagte ihr, welches Leiden sie hatte und daß ihr Glaube sie gesund gemacht hatte. ER hat verheißen, dasselbe noch einmal zu tun, bevor die Welt verbrannt wird. Die Welt würde in einem sodomitischen Zustand sein. Im Neuen Testament tat sich der Prophet, der Gottprophet, der Prophet der Propheten, der Gott aller Propheten als die Fülle der Gottheit leibhaftig, der Schöpfer aus l. Moses im Fleisch kund. Halleluja! Es ist Sein Wort! ER sagte, daß es geschehen wird. Wir sehen den sodomitischen Zustand. Wir sehen, daß sich die Welt in diesem Zustand befindet. Jetzt sehen wir, wie Er herabkommt und genau das tut, was Er vorhergesagt hat. Wir haben von Ihm gehört - jetzt aber sehen wir Ihn. „Durch Hörensagen hatte ich von Dir vernommen, jetzt aber hat mein Auge Dich geschaut.” Amen. Ich sehe Ihn mit meinen eigenen Augen. Was für eine Stunde sollte es ein! Welch eine Zeit sollte es sein! Die Bestätigung Seines Wortes! Jedesmal, wenn das Wort bestätigt wird, spricht Gott durch Sein Wort und wird sichtbar, damit ihr es sehen könnt.
E-81 Dort war eine Straßendirne, sie fiel am Altar - vor Jesus - nieder, wusch Seine Füße mit ihren Tränen und trocknete sie mit ihrem Haar. Gott belohnte das. ER sprach: „Überall, wo dieses Evangelium verkündigt werden wird, da wird man auch von dem sprechen, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis. „Weshalb? Seht, wie unanständig sie gewesen war, doch etwas erfaßte sie. Sie sah das Wort der Verheißung aus dem Garten Eden, wo es geheißen hatte, daß der Same des Weibes den Kopf der Schlange zertreten wird. Sie erkannte den Messias, der von einer Jungfrau geboren worden war.
Sie hatte gehört, daß Er von einer Jungfrau geboren werden sollte, und dann hörte sie, daß dieser Mann auf Erden ist. Sie hörte, daß dort ein junger Rabbi wäre, ein Prophet, der die Kranken heilt. Sie glaubte es. Nun kam sie die Straße entlang und suchte Ihn. Da sah sie, daß dort ein großes Fest stattfand. Sie trat an den Zaun, schaute hindurch und sah Ihn dort. Dort war Er! Etwas sagte ihr: „Das ist Er!” Alles, was sie benötigte, war, inspiriert zu werden. Seht ihr, was geschah? Sie sah das fleischgewordene Wort Gottes. Sie hatte mit ihren Ohren gehört, jetzt sah sie mit ihren Augen.
E-82 Jeder weiß, daß wir eine Verheißung haben, wie die Gemeinde in den letzten Tagen sein soll. In ihrem gegenwärtigen Zustand kann die Gemeinde die Gebote Gottes, den großen Auftrag Gottes, nicht erfüllen - kann sie die Braut nicht herausrufen. Welche könnte es tun? Die Pfingstler? Ich sage: nein! Auch keine andere. Sie sind die Hülse, die den Weizen umgibt. Sie kamen hervor, sahen genau wie der Weizen aus, doch sie waren nicht der Weizen. Sie öffnen sich, und das Korn kommt daraus hervor. Sie organisierten und töteten sich selbst. Da starben sie. Sie sind Halme. Doch der Weizen ist durch sie hindurchgegangen und nimmt jetzt in der Braut Gestalt an. Das Weizenkorn, das während des Mittelalters in den Boden fiel, mußte sterben.
E-83 Die Kritiker sagen: „Wie konnte ein barmherziger Gott, der imstande war, das Rote Meer zu teilen, zulassen, daß diese armen Christen von Löwen gefressen, verbrannt wurden und alles mögliche erleiden mußten? ER saß da und schien darüber zu lachen.” Oh, dieser arme Unwissende! Weiß er nicht, daß ein Weizenkorn in den Boden fallen muß? Es mußte im Mittelalter sterben, wie jedes andere Korn in den Erdboden fallen und begraben werden muß, damit durch die Reformation, durch Luther, zwei Blättchen, der Ansatz des Halmes hervorkommen konnte. Durch die „Wesleyaner” mußte er weiterwachsen, um die Ähre, den Blütenstaub hervorzubringen - die große Missionszeit. Dann mußte die Pfingsterweckung mit der Wiedererstattung der Gaben hervorkommen. Es war dem Weizenkorn so ähnlich, daß beinahe die Auserwählten verführt worden wären. Wenn man die Ähre öffnet, ist gar kein Weizen darin; es ist nur die Hülse. Doch bald begannen sie dann die Einheitsorganisation, die Zweiheitsorganisation, die Trinitätsorganisation, die Organisation der Gemeinde Gottes usw. zu gründen und alles zu organisieren und starben auf der Stelle. Was geschieht jetzt? Es ist eine Unterkunft für den Weizen, der darin ständig weiterwuchs.
Jetzt zieht sie sich zurück, und der Weizen wird sichtbar. Dies ist nicht das Pfingstzeitalter, dies ist das Zeitalter der letzten Tage. Dies ist das Brautzeitalter. Jetzt scheint das Abendlicht. Jetzt erfüllt sich Maleachi 3, zweiter Teil, damit der Plan Gottes ausgeführt wird. Jetzt erfüllt sich Lukas 17:30 und all das, was Jeremia, Joel und all die anderen in diesem Buch von diesen Tagen gesagt haben. Dies ist der Tag! „Herr, ich habe gehört, daß es kommt, doch jetzt sehe ich es mit meinen Augen.”
E-84 Obwohl viele falsche Nachahmer, wie z.B. Jannes und Jambres, mit all ihren Tricks auftraten und das taten, was Moses tat, konnte das weder ihn noch Aaron erschüttern. Wie Hiob wußten sie, woher ihre Inspiration kam. Sie wußten, es war SO SPRICHT DER HERR! Dieselbe Bibel, die von ihnen berichtet, sagt, daß in den letzten Tagen Nachahmer auftreten werden. Wer trat zuerst auf, als etwas begann? Diese religiösen Denominationen? Wer, Moses oder diese Nachahmer? Wenn sie damit begonnen hätten, wäre Moses der Nachahmer gewesen!
Wir haben jetzt jede Art von Leuten mit der Unterscheidungsgabe und allem anderen. Sie versuchen dadurch, euren Sinn von der echten Sache Gottes, die Gott durch die Schrift als wahr bewiesen hat, wegzuziehen. „Mit unseren Ohren haben wir davon gehört, jetzt sehen wir es mit eigenen Augen.” Amen. Glaubt ihr das? Von ganzem Herzen? Inspiration. An dem Tag, an dem der Menschensohn sich offenbart, tut sich der Menschensohn, Jesus Christus, unter Seinem Volk kund.
E-85 Ein Mann kam zu Abraham und seiner Gruppe. Es war ein gewöhnlich aussehender Mann, der Staub auf Seiner Kleidung hatte. ER saß mit dem Rücken zum Zelt und fragte: „Wo ist deine Frau Sara?” Nicht Sarai, sondern Sara; Abraham, nicht Abram. ER nannte ihn bei seinem Namen und fragte: „Wo ist sie?”
Er antwortete: „Sie ist im Zelt hinter Dir.”
Dann sprach Er: „Übers Jahr um diese Zeit werde Ich wieder zu dir kommen.” Sie lachte in sich hinein. ER fragte: „Warum hat Sara gelacht?” ER gab die Verheißung. Sie waren es damals, die auf den verheißenen Sohn warteten.
Ich gebe nichts darum, was die Menschen in diesen Denominationen tun und wie sehr sie behaupten, auf Christus zu warten. Ihre Handlungsweise beweist, daß sie es nicht tun. Das stimmt. Eure Taten sprechen lauter als eure Worte. Sie denken nur darüber nach, wie sie Mitglieder in ihre Denominationen bekommen. Doch es gibt Menschen, hier einen und dort einen, die wirklich auf die Wiederkunft des Herrn warten. Sie schauen danach aus. Nur ihnen wird Er sich offenbaren; nur sie werden es verstehen.
E-86 Nur die Auserwählten begriffen, wer Er war. Denkt nur, damals waren etwa drei Millionen Juden auf Erden, und nicht ein Drittel wußte, daß Er dagewesen, daß Er gekommen und gegangen war! ER offenbarte sich denjenigen, die darauf warteten: Johannes dem Täufer, den Aposteln, den Jüngern von Johannes, der blinden Hanna im Tempel, Simeon, dem Priester, dem vom Heiligen Geist geoffenbart worden war, daß er Christus sehen würde, usw. All die großen religiösen Führer, die Theologen, waren so blind, wie sie nur sein konnten.
Der Regen kann den Samen nur dann hervorbringen, wenn der Same vorhanden ist. Ihr wart zunächst als Keim in eurem Vater. Er kannte euch nicht. Trotzdem wart ihr in eurem Vater. Durch eure Mutter als „Nährboden” seid ihr in seinem Bilde hervorgekommen. Dann konnte er mit euch reden. O der große Gott! Wenn ihr ewiges Leben habt, dann war der Keim des ewigen Lebens am Anfang in Gott. Ihr wart dort, ihr wart in Seinen Gedanken, euer Name und alles andere. Durch Sein Vorherwissen hat Er euch dazu bestimmt, dies zu sehen. Ihr, die ihr nicht bestimmt wart, werdet es nie sehen. Doch denkt daran in dem Namen des Herrn Jesus: Die Stunde ist da! Wollt ihr Ihm nicht glauben und Ihm euer Leben übergeben?
Ich muß zum Schluß kommen, es ist nach neun Uhr. Wir wollen unsere Häupter neigen:
Ich habe von Dir gehört, o Herr, jetzt sehe ich Dich. Herr Jesus, segne diese Menschen, während sie warten.
E-87 Jetzt werde ich euch eine Frage stellen. Ich möchte den Heiligen Geist wirken lassen und vertraue, daß Er es tut. Prüft eure Gesinnung, prüft euch, prüft eure Seele und stellt fest, ob ihr wirklich glaubt. Wenn ihr auch nur den geringsten Zweifel in euch findet, dann hebt doch eure Hand und sagt: „Herr Jesus, ich möchte Dich sehen. Ich habe von Dir gehört, Dich aber noch nie richtig gesehen. Laß mich Dich sehen. Ich glaube.” Gut. Das ist fein.
Ist jemand hier, der Ihn noch nicht als seinen Retter kennt? Hebt eure Hand und sagt: „Ich bin ein Sünder. Doch ich möchte Dich sehen, Herr Jesus. Tue das Wort kund, von dem die Rede war. Ich weiß, so sah Hiob Dich. Ich weiß, so sah Abraham Dich. Ich weiß, so haben alle anderen Dich gesehen, es war durch die Verwirklichung Deines verheißenen Wortes. Ich habe von den verschiedensten Dingen gehört, von Tricks und allem möglichen, doch ich begreife, daß eine Botschaft des letzten Tages im Land ist, die 1933 dort an dem Fluß von einem Engel angekündigt wurde. Ich habe von den Heilungsgottesdiensten gehört, die begannen. Ich weiß, wenn das geschieht, kann es nicht in dem alten Denominationsweg bleiben. Dafür ist es nicht gesandt worden. Nie blieb es dort.” Ihr möchtet Ihn sehen.
E-88 Was wäre, wenn Moses gekommen wäre und gesagt hätte: „Wir wollen wie Noah eine Arche bauen und Ägypten auf dem Fluß verlassen.”? O nein! Nein! Er hatte eine Botschaft von Gott. Durch ihn wurde es kund. Wenn ein Prophet auftrat, mußte er vor Israel bestätigt werden. Seit vierhundert Jahren hatten sie keinen Propheten mehr gehabt, und da trat ein Prophet auf. Sie hätten wissen müssen, daß etwas im Begriff war zu geschehen.
Wiederum hatte Israel jahrhundertelang keinen Propheten mehr gehabt, da trat Jesus auf. Die Frau am Brunnen sagte: „Herr, ich erkenne, daß Du ein Prophet bist. Seit vierhundert Jahren hatten wir keinen Propheten mehr. ' ER wußte, was in ihrem Herzen war.
E-89 Uns waren Gemeindezeitalter der Reformatoren verheißen worden, und wir hatten sie. Doch in Maleachi 4, zweiter Teil, hat Er verheißen, daß Er in diesen letzten Tagen Sein Muster fortsetzen würde. Es sollte geschehen, um die Herzen der Kinder zu dem Glauben der apostolischen Väter zurückzubringen. Das ist der Zweck. Die Gemeinde ist so in Denominationen und „-ismen” zerspalten, so in Stücke geteilt, daß sie tot ist. Sie war der Träger. ER hat verheißen, daß in der Stunde der Botschaft des siebenten Engels die sieben Siegel geöffnet würden. Gemäß Offenbarung 10 sollte das Geheimnis Gottes kundgetan werden, wenn der siebte Engel seine Botschaft hinauszuposaunen beginnt - nicht durch den Dienst der Heilung, sondern durch die Botschaft, die auf den Dienst der Heilung folgt.
E-90 Jesus war ein angesehener Mann, solange Er die Kranken heilte. Doch als Er sagte: „ICH und der Vater ist eins!”
„Oh, das war verkehrt.”
Hiob war angesehen, bis ihm etwas widerfuhr. So ist es immer.
Glaubt! Werdet ihr Ihn jetzt annehmen? Dann hebt eure Hand und sagt: „Ich glaube Ihm. Ich möchte Ihn annehmen.” Gott segne euch. Gott segne euch. Das ist fein. Bleibt noch eine Weile ruhig sitzen und betet.
E-91 Teurer Gott, dies ist ein geweihter Augenblick. So wird es zu der Zeit sein, wenn eines Tages ein Donnerschlag ertönt und der Sohn Gottes mit einem Weckruf vom Himmel herabkommt, wenn die Stimme des Erzengels erschallt und die Posaune Gottes ertönt und die Toten in Christus auferstehen. Jeder von uns ist sich heute abend dessen bewußt, Vater, daß wir für jedes Wort Rechenschaft ablegen müssen - für jedes Wort, das wir sagen. Wir werden sogar für die Gedanken in unserem Herzen Rechenschaft ablegen müssen. Ich bitte Dich, o Gott, im Namen Jesu, daß Du jedes Herz reinigst, das hier ist. Reinige mein Herz, reinige die Herzen dieser Menschen. Mögen wir bereit sein, Herr, und mögen unsere geistlichen Augen heute abend offen sein, damit wir die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes schauen. Wir haben von Ihm gehört, Vater. O Gott, wir beten, daß Du Ihn uns sehen läßt. Schenke es, Vater. Gewähre uns diese Segnungen, darum bitte ich in dem Namen Jesus Christus. Amen.
E-92 Denkt daran. Macht euer Herz dort, wo ihr sitzt, zu einem kleinen Altar. Sagt: „Herr Jesus, komm jetzt in mein Herz. Gib mir etwas, an dem ich mich festhalten kann. Laß mich die Inspiration verspüren, die mir sagt, daß Du gegenwärtig bist.”
Welch eine Erklärung gibt man damit vor den Menschen ab! Welch eine gewaltige Sache, es zu tun! Jetzt werde ich Gott den Herrn bitten, daß Er es wirkt.
Wie viele von euch erhalten die Tonbänder? Ihr habt die Predigt „Ist dies die Zeit?” gehört. Haben wir euch die Wochenzeitschriften und die Dinge gezeigt? Ein Jahr, bevor es geschah, wurde es bereits angekündigt. Die Wissenschaft ist ratlos. Es war der Herr Jesus, wie mit der weißen Perücke umgeben, so wie Er in der Bibel in Offenbarung l beschrieben wird und wie Daniel den höchsten Richter des Himmels und der Erde sah. Dort war es. Die Wissenschaft kann es selbst nicht begreifen. In dem Observatorium der Universität von Arizona bis hinein nach Mexiko sucht man es seit zwei Jahren zu ergründen. Euch wurde es zuvor gesagt, daß es geschehen wird.
E-93 Wie war es mit dem Erdbeben in Alaska? Gebt acht: Hollywood wird ins Meer versinken! Gebt acht und seht, ob es nicht eintrifft. Noch nie hat Er mir etwas Falsches gesagt. Es wird so sein. Gebt acht und erkennt, ob wir nicht in den abschließenden Stunden der Geschichte leben. Kein Mensch kennt die Stunde Seiner Wiederkunft. Doch eines weiß ich: Aufgrund meiner heutigen Erkenntnis glaube ich, daß ich, wenn ich bei klarem Verstand und noch nicht gläubig wäre, ein echter, biblischer Christ und kein Denominationschrist werden wollte. Verlaßt euch nicht darauf, daß ihr gejauchzt habt. Wir haben es heute vormittag behandelt und mit dem Wort bewiesen, daß es ganz und gar nicht im Willen Gottes war und nichts als den Tod gebracht hat. Seid nicht im Halm, sondern dort, wo das Leben ist. Habt Glauben an Gott.
E-94 Glaubt ihr, daß der Gott, der diese Verheißung gab, gemäß dem l. Buch Moses dem Abraham erschien und das Wunder vollbrachte? Derselbe Gott wurde Fleisch, nahm Menschengestalt an, und wurde von einer Jungfrau geboren. Damals war Er natürlich in der Geistleiblichkeit. Doch dann kam Er in menschliches Fleisch und tat dieselben Dinge. Es war derselbe Mann. Glaubt ihr nicht, daß Gott dasselbe tun kann, was Er angekündigt hat, wenn Er eine Person findet, wie Er es in Maleachi 3, zweiter Teil, verheißen hat - ein Sprachrohr, durch das Er reden kann? Glaubt ihr das? Auch ich glaube, daß Er es kann.
Glaubt ihr, daß ihr Glauben haben könnt, um Sein Gewand zu berühren - Seinen Glauben, um Sein Gewand zu berühren? Glaubt ihr Anwesenden, daß jetzt etwas zu eurem Herzen spricht, das euch sagt, daß ihr genügend Glauben habt, um Sein Gewand zu berühren? Glaubt ihr, daß ihr es tun könnt? Dann greift danach und erfaßt es im Glauben, nicht in einer Gemütsbewegung, sondern mit absolut reinem, unvermischtem Glauben. Sagt einfach: „Herr, ich glaube. Ich glaube von ganzem Herzen. Ich möchte, daß Du mich anrührst. Ich habe gehört, daß Du es getan hast, jetzt möchte ich es mit meinen Augen sehen.”
Ich kann euch nicht berühren, nur Gott kann es tun. Glaubt ihr, daß Er es tun wird?
E-95 Ich schaue auf die linke Seite, nach hinten. Es scheint, als sei dort ein Kanal, wie ich es vorhin sagte, ein Zug, der von dort kommt. Jetzt, nachdem ich den Hinweis darauf gab, kommt es in wunderbarer Weise. Es kommt von einer Frau, die mit ihrem Mann dort sitzt. Sie ist nicht von hier. Sie kommt aus Dallas, Texas. Sie und auch ihr Mann leiden. Sie leidet an einer Komplikation, die nach einer Operation auftrat. Das stimmt. Ihr Mann hat ein Rückenleiden. Es sind Herr und Frau Corbet aus Dallas, Texas. Wenn das stimmt, dann hebt eure Hand. Ich bin euch fremd, stimmt das? Es gab absolut keine Möglichkeit, daß ich es irgendwie erfahren hätte. Was ist es? „Vom Hörensagen hatte ich von Dir vernommen, jetzt sehe ich Dich.” Begreift ihr, was ich meine? Fragt dieses Paar. Ich habe sie noch nie in meinem Leben gesehen. „Vom Hörensagen hatte ich von Dir vernommen; jetzt sehe ich Dich mit meinen eigenen Augen.”
Wenn ihr glauben könnt, dann kann Gott euch geben, was ihr benötigt.
E-96 Der Mann, der dort sitzt und dessen Hand auf seinem Kinn liegt, hat einen hohen Blutdruck. Glaubst du, daß Gott dich gesund macht, mein Herr? Du glaubst? Der du dort sitzest und deine Hand so hältst, glaubst du, daß Gott dich von deinem hohen Blutdruck heilen wird? Hebe deine Hand, wenn du es glaubst. Gut, er glaubt. Ich habe den Mann nie in meinem Leben gesehen; ich weiß nichts über ihn. Doch ihr habt gehört, daß Jesus hier in der Bibel sagte, daß Er dasselbe wieder tun würde. Jetzt seht ihr es. Begreift ihr, was ich meine? „Wenn du glauben kannst, sind alle Dinge möglich.” - doch nur für die, welche glauben! Es bedarf des wirklichen, echten Glaubens, damit es geschieht. Wenn ihr es jedoch glauben könnt, wird Gott es gewähren.
E-97 Da hinten sitzt eine Frau, die mich ansieht, hat einen Kropf im Hals.
Die Dame, die neben ihr sitzt, hat ebenfalls einen hohen Blutdruck. Das stimmt.
Die Dame neben ihr hat auch eine Schwierigkeit. Sie ist nicht von hier, sondern aus Arkansas. Sie verpassen es! Fräulein Phillips, glaube an den Herrn Jesus Christus und sei geheilt! Glaubst du Ihm von ganzem Herzen? Nimmst du es an? Dann kannst du es haben.
Ihr sagt jetzt: „Das ist geheimnisvoll.” Nein! Nein!
Jesus sagte: „Dein Name ist Simon, du bist der Sohn des Jonas.”
„Vom Hörensagen hatte ich von Dir gehört, jetzt sehe ich Dich mit meinen eigenen Augen.” Seht ihr nicht, was geschehen ist? Jemand sitzt dort, sieht her, glaubt, vertraut, und plötzlich geschieht es.
E-98 Junger Mann, fühlst du dich heute abend besser als gestern abend? Es ist in Ordnung, du wirst gesund sein. Gestern abend saß er hier und schlug sich immer an den Kopf. Heute sieht er wie ein Gentleman aus. Er war über einige Dinge ein wenig verwirrt, doch jetzt ist alles geklärt. Es wird gut sein. „An dem Tage, wenn der Menschensohn sich offenbart, wird es so sein wie damals, ehe Sodom verbrannte.”
„Vom Hörensagen hatte ich von Dir vernommen, jetzt sehe ich Dich mit eigenen Äugen. Ich habe gehört, daß Jesus Christus die Verheißung gegeben hat, jetzt sehe ich, daß die Verheißung verwirklicht worden ist. „Mit meinen Ohren habe ich von Dir gehört - jetzt sehe ich Ihn mit meinen Augen.” Wie viele glauben, daß Er es ist? O Gott.
E-99 Wir sind immer noch hier, obwohl es schon spät geworden ist. Morgen abend werden wir einen großen Heilungsgottesdienst haben. Wir haben vor, daß Bruder Moore und ich hier stehen und für jeden beten, der durch die Gebetsreihe kommen möchte. Zuerst hatte ich vor, nach dem, worüber ich heute sprach, einen Altarruf zu geben. Dann kam mir der Gedanke: „Nein, denn hier heißt es: 'Vorn Hörensagen hatte ich von Dir gehört, jetzt möchte ich Dich mit meinen Augen sehen.'” Jetzt ist Er hier. Glaubt ihr das?
Laßt uns jetzt einander die Hände auflegen. Denkt daran, derselbe, der verheißen hat, das zu tun, sagte: „Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben.” Hat Er es gesagt? Seid ihr Gläubige? Dann sagt „Amen.” Derselbe Gott, der die Verheißung gab, hat sie auch erfüllt. Fragt diese Menschen; ich habe sie nie gesehen, weiß nichts von ihnen. Ich würde sie jetzt nicht einmal mehr wiedererkennen. Das wäre unmöglich für mich. Doch diese Schriftstelle muß erfüllt werden. Wenn sie sich erfüllt, dann ist das ein Zeichen dafür, daß wir in der letzten Zeit leben und daß der Menschensohn bereit ist zu kommen, weil Er sich durch menschliches Fleisch offenbart. Stimmt das?
So wissen wir, daß es stimmt. Ihr sagt, daß ihr an Ihn glaubt und habt einander die Hände aufgelegt. Wenn ihr einander die Hände aufgelegt habt, dann ist derselbe Sohn Gottes hier, der dieses vor euren Augen verwirklicht, und Er sagt: „Sie werden gesund.” Es ist derselbe Sohn Gottes! „Ich habe gehört, daß Er sagte: 'Wenn die Gläubigen einander die Hände auflegen, so werden sie gesund werden.'” „Ich habe es vom Hörensagen vernommen, jetzt möchte ich es mit meinen Augen sehen. ER hat verheißen, es zu tun.”
Betet, während ich bete.
E-100 Herr Jesus, im Namen des Herrn, des Gottes des Himmels, laß Deinen Geist jetzt in die Herzen dieser Menschen fallen; diesen echten Glauben Gottes, der diese Verheißung an ihnen erfüllt. Möge der Gott des Himmels jeden von ihnen heilen, während sie Deinem Gebot Gehorsam leisten, indem sie einander die Hände auflegen. Herr, laß es so geschehen. Im Namen Jesu Christi gewähre es zu Deiner Ehre.
E-101 Glaubt ihr, daß ihr empfangen habt, worum ihr bittet? Ist etwas in eurem Herzen, das es euch sagt? Verspürt ihr diese Inspiration, die euch sagt: „Es ist vorbei! Es ist geschehen!”?
Das Gebot Gottes lautete, daß wir es mit unseren Ohren hören konnten und jetzt mit unseren Augen sehen können. Hiob sagte: „Nur durch Hörensagen hatte ich von Dir vernommen, jetzt aber hat mein Auge Dich geschaut.”
Ihr habt es durch das Wort gehört, durch das Hören des Wortes. Der Glaube kommt aus dem Hören des Wortes. Jetzt seht ihr mit euren Augen, wie es geschieht. Derselbe Gott, der sagte, daß Dinge geschehen sollten, sagte auch, daß diejenigen, die es glauben, den Kranken die Hände auflegen und daß sie dann gesund werden. Ist es jetzt in euer Herz gefallen, daß ihr geheilt seid? Erhebt eure Hände, wenn es geschehen ist. Amen! Das ist eine wirklich apostolische Heilung. Meint ihr es so? Glaubt ihr es von ganzem Herzen? Halleluja! Mehr brauchen wir nicht. Lasst uns auf unseren Füßen stehen und Ihm dann Lob geben.
[Bruder Braham singt. - Verf.]
Danke, Herr Jesus. Gesegnet sei der Name des Herrn.
Ich werde Ihn preisen! Ich werde Ihn preisen!
Lobe das Lamm für die getöteten Sünder;
Gib ihm die Ehre, alle ihr Leute,
Denn sein Blut hat jeden Fleck weggespült.
E-102 Liebt ihr Ihn? Wir wollen Ihm gemeinsam, als gesamtes Volk, die Ehre geben. Seht, wenn- es euch von Gott geoffenbart worden ist, durch den Kanal, durch den ihr gerettet wurdet, denselben Kanal, durch den euch gesagt wurde: „Ihr seid gerettet.”; wenn Gott durch denselben Kanal gewirkt hat, wie bei Hiob und den Propheten, wenn Er in euch als Christen durch denselben Kanal gewirkt und euch geoffenbart hat, daß ihr geheilt seid, dann kann nichts verhindern, daß es geschieht.
[Bruder Branham singt. - Verf.]
So geben wir Ihm die Ehre, ihr alle,
Denn sein Blut hat jeden weggespült ...
(jeder Zweifel, alle Zweifel weggespült).
Ich werde Ihn preisen! Ich werde Ihn preisen!
Lobe das Lamm für die getöteten Sünder;
Gib ihm die Ehre, alle ihr Leute,
Denn sein Blut hat jeden Fleck weggespült.
E-103 Liebt ihr Ihn nicht? O wie wunderbar! „Ich habe mit meinen Ohren von Dir gehört, Herr, und der Glaube kommt durch das Hören, jetzt aber sehe ich Dich.” Gott macht sich unter Seinem Volk bekannt, wie Er es bei Abraham tat, indem Er Seine Verheißung, daß der Menschensohn sich in den Tagen offenbaren wird, wenn sich die Welt in einem sodomitischen Zustand befindet, erfüllt.
Und da waren drei Botschafter ausgegangen; vom Himmel herabgekommen.
In Sodom war eine denominationelle Gruppe. Dorthin gingen Billy Graham und Oral Roberts. Denkt an das, was ich euch gesagt habe: Bis jetzt gab es noch nie zuvor in der Kirchengeschichte einen Botschafter an die universelle Gemeinde, dessen Name so wie 'Abraham' mit -ham endet. 'Graham' hat sechs Buchstaben - die Zahl des Menschen. Es betrifft die Welt.
Aber Abrahams Name hat sieben Buchstaben. Das ist Gottes vollständige und vollkommene Zahl.
Beachtet, was die Männer taten, die dorthin gingen: Sie predigten das Wort, riefen sie heraus und sagten ihnen, daß sie Buße tun sollen.
E-104 Doch derjenige, der bei Abraham blieb, tat ein Wunder, indem Er Abraham sagte, was Sara tat und dachte, die sich im Zelt hinter Ihm befand. Jesus, der dieser Eine war, der in dieser Person auftrat, sagte: „Wenn die Welt in einen Zustand gerät, wie er damals in Sodom herrschte, dann wird der Menschensohn sich wieder offenbaren.” Auch all die anderen Schriftstellen bestätigen, daß es so ist. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.” Stimmt das? Jetzt sehen wir, daß dieses verheißene Wort aus Lukas, aus Maleachi und all diese anderen Verheißungen für diese Zeit Fleisch geworden sind und unter uns wohnen. Wir haben mit unseren Ohren davon gehört; jetzt sehen wir Ihn mit unseren Augen, indem Er Sein eigenes Wort auslegt. Wir brauchen keine menschliche Deutung. O Gemeinde des lebendigen Gottes, hier und die ihr am Telefon zuhört, wache schnell auf, ehe es zu spät ist. Gott segne euch.
Ich liebe Ihn, ich liebe Ihn
Weil er mich zuerst geliebt hat,
Und kaufte meine Erlösung
Auf Golgatha-Baum.
E-105 Könnt ihr es fassen, Gemeinde, daß ihr mit euren eigenen Augen das lebendige Wort Gottes, die Verheißung für diese Stunde, in den letzten Tagen erfüllt seht? Eure eigenen Augen sehen das lebendige Wort tatsächlich erfüllt. Gott ist unter uns! „Ich sehe Ihn mit meinen Augen, Ihn, von dem ich hörte, daß Er es tun wird.” Die alten Weisen warteten auf diesen Tag; wir sehen es jetzt mit eigenen Augen verwirklicht. Wie viele der alten, jauchzenden Methodisten, Baptisten und der wirklich echten Pfingstler sehnten sich in ihrer Zeit danach, dies zu erleben! Viele von ihnen wußten, daß es geschehen wird. Wir jedoch stehen hier und sehen, wie es geschieht. Oh! Liebt ihr Ihn nicht?
E-106 Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, daß ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.” Weil wir Ihn lieben, wollen wir einander die Hände reichen und singen: Ich will Ihn preisen, ich will Ihn preisen.
[Bruder Branham singt. - Verf.]
Ich werde Ihn preisen! Ich werde Ihn preisen!
O lobe das Lamm für die getöteten Sünder;
Gib ihm die Ehre, alle (wie geht es euch?) Menschen
Denn sein Blut hat jeden Fleck weggespült.
E-107 Was sagte die Königin in jener Nacht zum König Belsazar? „In deinem Reich gibt es einen Mann, der die Zweifel aufzulösen vermag.” Heute abend ist der Heilige Geist der Auflöser der Zweifel! Glaubt ihr das? Der Auflöser der Zweifel. Das Blut Jesu Christi nimmt alle Flecken weg, auch den Flecken des Zweifels. Es gibt keine größere Sünde in der Welt als den Unglauben. Wer nicht glaubt, der ist bereits verdammt. Stimmt das? Wer nicht glaubt, ist verdammt. Es gibt nur eine Sünde, das ist der Unglaube. Rauchen ist nicht Sünde, Fluchen ist nicht Sünde, Ehebruch begehen ist nicht Sünde, Lügen ist nicht Sünde. Das ist nicht die Sünde, es sind die Resultate des Unglaubens. Unglaube! Ihr tut es, weil ihr nicht glaubt. Wenn ihr wirklich glaubt, tut ihr es nicht.
E-108 O wie wunderbar! Das Blut des Lammes hat jeden Zweifel weggewaschen. Wir glauben Sein Wort entschieden. Wir glauben, daß das Wort Fleisch geworden ist. Wir glauben, daß das Wort jetzt durch die Bestätigung Seiner Gegenwart Fleisch wird, um Sein Wort zu verwirklichen. Glaubt ihr es? Gott segne euch.
Wir hoffen, euch morgen früh zu einer herrlichen Zeit im Herrn wieder hier zu sehen. Neigt jetzt eure Häupter. Ich übergebe den Gottesdienst nun an Bruder Lindsay.

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