Ablassen des Drucks

Datum: 62-0513E | Dauer: 1 stunde 15 minuten | Übersetzung: BBV
doc
Jeffersonville, Indiana USA

E-1 Danke, Bruder Ruddell. Ich bin so froh zu wissen, einen geistlichen Sohn durch das Evangelium zu haben. Das ist sehr gut. Ja gewiß, ich schätze Bruder Ruddell. Ich glaube, Paulus hatte einen Sohn genannt Timotheus. Er nannte ihn seinen Sohn im Glauben.
Ich bin nicht sicher, ob das dort Flossy Ford ist. Ich erinnere mich, dass ich vor langer Zeit, als ich noch ein Junge war, mit ihrem Bruder Lloyd befreundet war. Damals backte sie gewöhnlich viel Kuchen, und wir kamen herein und aßen bis wir fast krank waren.
E-2 Ich erinnere mich an ein Mal, als Lloyd mich damals eingeladen hatte, und seine Schwester, die noch sehr jung war, hatte gebacken. Wir aßen solange wir konnten. Ich wollte den ganzen Abend mit Lloyd zusammen sein. Als es dann dunkel wurde, merkte ich, dass es Zeit war, nach Hause zu gehen. Ich rannte die Straße hinunter und fürchtete mich fast zu Tode auf dem Wege nach Hause.
Ich kann mich an ihren Vater erinnern. Deine Mutter lebt wohl noch? Das ist fein. Viel Wasser ist seit jenen Tagen den Fluß hinuntergeflossen. Jetzt sind wir beide Menschen mittleren Alters - Großeltern. Doch es gibt ein Land, in dem wir nicht alt werden. Ich bin so froh zu wissen, Flossy, dass auch du nach diesem Land Ausschau hältst und die Sicherheit hast, es zu finden.
Wie geht es Jim, deinem Mann? Ich kann mich sehr gut an ihn erinnern. Ich kenne auch einige der Kinder. Ungefähr zu der Zeit, als ich auf das Missionsfeld ging, heirateten sie Ihre Kinder sind seitdem groß geworden. Wir hatten den Kontakt mit einander ein wenig verloren.
Bruder Lloyd treffe ich ab und zu auf der Straße und wir rufen einander zu. Sie haben viele Mahlzeiten für mich gekocht und waren für mich wie Bruder und Schwester.
E-3 Ich bin so froh zu sehen, dass Bruder Ruddell's erstes Vorhaben war, ein Gästehaus zu einem Haus des Herrn zu machen. Das ist fein.
Ihr wißt, wenn man manchmal die Dinge ein wenig voraussehen kann, dann ist es gut. So konnten wir voraussehen, dass etwas in diesem scheuen Jungen war. Sein Vater und ich arbeiteten vor Jahren zusammen. Ich weiß, sein Vater packte zu und war ein Draufgänger. Warum sollte sein Sohn nicht auch so sein? Ich weiß, er hatte eine liebe Mutter. Er kam aus der richtigen Linie, also musste etwas Gutes in ihm sein und ein Verlangen in seinem Herzen, dem Herrn zu dienen. Wenn die Tiefe der Tiefe zuruft, dann muss es eine Antwort auf den Ruf geben. Ich bin so froh zu sehen, dass Bruder Ruddell vorwärts geht.
E-4 Diese wunderbare Gruppe von Menschen! Es ist für mich heute Abend ein großes Vorrecht, zu dieser Gruppe von Heiligen zu sprechen, die hier einhergehen. Dieses ist nicht unsere bleibende Stätte; das wißt ihr. Wir sind Pilger, wir sind hier nicht zu Hause.
Ich kann mich auch daran erinnern, wie du, Schwester Ruddell, mit ihm gekommen bist und dort gesessen hast. Er hielt sein Haupt gebeugt, und du warst sehr selbstsicher. Sie glaubte daran, dass er das Evangelium predigen würde. Mit einer solch guten Frau und betenden Eltern musste etwas geschehen, Bruder Ruddell, und es geschah. Ich bete, Bruder Ruddell, dass dieses nur ein Ausgangspunkt für dich ist, von dem aus du dich zu den höchsten Höhen der Herrlichkeit des Evangeliums emporschwingen kannst.
E-5 Ich weiß, dass Bruder und Schwester Max Ruddell heute Abend sehr glücklich darüber wäre. Wie gern würde ich Billy Paul auf die Kanzel sehe. Ich hoffe, Joseph eines Tages auf dem Kanzel stehen zu sehen. Das wäre schön.
Alle Schwierigkeiten, die wir beim Erziehen unserer Kinder, besonders der Jugendlichen, hatten, wären dann belohnt Ihr schaut zurück und seht das Grau in dem Haar eures Vaters und denkt daran, dass einige eurer verkehrten Handlungen sie verursacht haben. Das stimmt.
E-6 Es ist gut, hier zu sein. Ich bin ein wenig heiser. Bruder Gene Goad und ich unternahmen gestern eine kleine Reise und gingen hinunter, um zu angeln. Die Fische haben angebissen. Wir hatten eine gute Zeit und sind spät nach Hause gekommen. Wir sind auf das Wasser hinausgefahren, und ich habe mich ein wenig erkältet. Doch ich hoffe, dass ihr mich erträgt.
Wir machen uns bereit für einen Sommerfeldzug, der neunzig Tage lang dauern soll. Wir hoffen, Ende August oder Anfang September zurück zu sein. In dieser Woche beginne ich in Green Bay, Michigan, danach bin ich am Sonntagnachmittag in Chicago zu einer Konferenz in der Hochschule. In Green Bay werde ich auf der Konferenz der Christlichen Geschäftsleute sprechen. Von dort gehe ich nach Chicago zu einer missionarischen Veranstaltung mit Bruder Joseph Boze. Von dort nach Southern Pines und dann zum Cow Palace in South Gate, Los Angeles. Etwa vierzig Gemeinden, die an die Einheit Gottes glauben, unterstützen die Versammlungen. Es geschieht zum ersten Mal, dass sie meine Versammlung unterstützen.
Von Kalifornien geht es nach Oregon und dann nach Kanada, weiter nach Anchorage, Alaska. Im Herbst komme ich zurück. Bruder Joseph Boze geht nach Kenia, Tansania und Südafrika, um Versammlungen für den Herbst anzuberaumen.
Wenn ich sagen sollte, dass ich mich geleitet fühle, zu diesen Orten zu gehen, so ist dem nicht so. Doch empfinde ich, dass man den Samen ausstreuen muss, und deshalb tue ich im Reiche Gottes, was ich kann.
E-7 Laßt uns jetzt die Häupter noch einmal zum Gebet beugen. Nicht, weil wir noch nicht gebetet hätten, doch ich möchte den Herrn darum bitten, mir zu helfen und mir die rechten Worte für euch zu schenken.
Unser himmlischer Vater, wir nahen uns jetzt Deinem Gnadenthron im Namen des Herrn Jesus, der uns den Zugang gewährt, uns zu kommen bat und verheißen hat, uns die Dinge zu schenken, um die wir bitten. Wir bitten nicht darum, in Deinem Gericht zu erscheinen, sondern kommen vor Deinen Gnadenstuhl, damit uns Barmherzigkeit zuteil wird. Wir bekennen, dass wir verkehrt sind und nichts Gesundes in uns ist. Doch wir bringen uns selber dar, Herr. Nichts können wir Dir geben. Wir kommen im Gebet zu Dir mit der Verheißung unseres Herrn Jesus: „Wer Mein Wort hört und an Den glaubt, der Mich gesandt hat, hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern ist vom Tode in das Leben hinübergegangen.” Wir glauben das.
E-8 ER hat uns gesagt, dass wir kommen sollen, und was wir in Seinem Namen bitten, das wird uns zuteil. Wir glauben das. Aufgrund unseres Glaubens kommen wir und bitten, dass Du diese Gemeinde und den geliebten Bruder Ruddell und seine Familie und alle Familien, die hier repräsentiert sind, segnest.
Ich sah Mrs. Morris und dachte an all die Tage, die vorüber gegangen sind. O Gott, wie ich ihr sagte, viel Wasser ist den Fluß hinuntergeflossen und viele Mühen, Gefahren und Fallen liegen hinter uns. Du hast uns bereits hindurchgebracht, Herr, und unser Vertrauen ruht in Dir, dass wir bis zum Ende des Weges mit Dir gehen werden.
Segne diesen Ort. Bringe Du Deinen Namen hier an und schenke ihnen das Beste, das Du diesem Orte zugedacht hast. Mögest Du, wie der Bruder heute Abend betete, alles Übel und alle Hindernisse hinwegnehmen. Gewähre es, Herr, und beantworte sein Gebet.
Heile die Kranken unter uns. Schenke denen das Heil, die da hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Herr, heilige jetzt die Stimme und das Tun Deines unnützen Knechtes. Segne Dein Wort, und möge es nicht leer zurückkommen. Möge es das ausrichten, wozu es gesandt wurde. Möge der Heilige Geist Heute Abend durch die Dinge Gottes die Herzen ermutigen, vom Größten bis zum Kleinsten. Wir bitten es im Namen Jesu Christi. Amen.
E-9 Heute Morgen habe ich lange gepredigt. Ich weiß nicht, ob man es predigen nennen kann. Ich habe nur wie in einer Sonntagsschule gelehrt. Einmal tat ich es sechs Stunden lang. Aber heute Abend wird es nicht so schlimm sein, dessen bin ich gewiß.
Ich möchte zu meinem Text ein Schriftwort lesen, denn ich weiß, dass Seine Worte nie versagen werden. Meine können versagen. Deshalb möchte ich mein Wort in Einklang mit Seinem Wort bringen und durch meine Worte einen Zusammenhang zu Seinem Wort herstellen, das wir als Text nahmen.
E-10 Heute Abend möchte ich zwei Stellen lesen: aus Sprüche 18, 10 und aus Jesaja 32, 2. Zuerst Sprüche 18, 10:
Der Name des HERRN ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmt.
Nun zu Jesaja 32, 1-2:
Siehe, es wird ein König regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Fürsten werden herrschen, das Recht zu handhaben,
daß ein jeglicher unter ihnen sein wird wie eine Zuflucht vor dem Wind und wie ein Schirm vor dem Platzregen, wie die Wasserbäche am dürren Ort, wie der Schatten eines großen Felsen im trockenen Lande.
E-11 Was den Text betrifft, so soll mein Thema sein: Ablassen des Drucks. Das ist ein eigenartiger Text: Ablassen des Drucks. Ich habe ihn gewählt, weil ich die Not der Leute sehe. Ehe ich zu einer Versammlung komme, suche ich den Herrn im Gebet, damit wenn ich dann vor einer Versammlung stehe, sie sei klein oder groß, ob ich vor einem oder einer Million stehe, nicht ich gesehen oder gehört werde, sondern der Herr verherrlicht wird.
Ich komme nicht hierher um gehört zu werden, denn an mir ist nichts. Ich habe eine schlechte Stimme, bin ein ungeschulter Mann, verbleibe nicht bei meinem Text, sondern springe überall hin vom 1. Moses bis hin zur Offenbarung. Ich bin kein geschickter Redner, doch ich liebe den Herrn. Ich kann Christus nicht lieben, es sei denn, ich liebe zuerst Sein Volk. Ich muss Sein Volk lieben. Wenn ich Sein Volk liebe, dann liebe ich auch Ihn.
E-12 Ich möchte das tun, was ER tat. Ich möchte, dass meine Handlungsweise mit der Seinen übereinstimmt, immer versuchen, das Gute zu tun und jemandem zu helfen.
Und zu sehen, diesen Tag in der wir leben, und zu wissen, dass diese Gemeinde hat hier eine großartige Pfarrer...
Das was ich jetzt sage, sage ich nicht um zu schmeicheln, sondern von Herzen. Wenn ich etwas anderes sagen würde, wäre ich ein Heuchler. Ich glaube, dass diese Gemeinde einen Pastor hat, der für die Wahrheit einsteht, ganz gleich was kommt oder geht. Das glaube ich. Solch ein Vertrauen habe ich zu meinem Sohn. Er ist so furchtlos wie er nur sein kann. Ich glaube, er ist ein tadelloser, geheiligter Mann, von Gott mit einem Dienst für diese letzten Tage gesandt. Er predigt das gleiche Wort wie ich, und zwar von 1. Moses bis hin zur Offenbarung, wie es geschrieben steht. Das gefällt mir. Kein Kompromisseschließen, sondern ein Verbleiben auf dem Worte. Das mag ich.
E-13 Dann dachte ich, ein solcher Mann - und ich soll auf das Kanzel? Er ist noch jung, was könnte ich sagen, das seiner Versammlung helfen würde. Denn deshalb wollte er, dass ich komme. Er ist ein Hirte, er gibt Acht auf seine Schafe. Vielleicht hat er jetzt gedacht, dass eine Abwechslung seinen Menschen helfen kann. Er ist an euch interessiert, an eurem Wohlergehen. Tag und Nacht ist er bereit, wohin er auch gerufen wird, zu gehen, alles zu tun, was er kann, um zu helfen. Das ist ein echter Knecht Gottes.
E-14 Wiederholt bat er mich, zu kommen. Ich liebe ihn umso mehr, weil er mich immer wieder bat zu kommen, denn darin bringt er sein Vertrauen zum Ausdruck. Er würde mich nicht vor seine Schafe stellen, wenn er glaubte, dass ich ihnen schaden würde. Kein Hirte würde das tun. Er weiß, dass ich das Richtige tun würde und er erweist mir eine große Ehre, wenn er mich bittet, zu kommen. Seine Einstellung ist gut. Er hält fest, bis es geschieht. Das ist ein Mann des Glaubens. Das mag ich.
Ich dachte, was werde ich der Versammlung sagen? Ohne Zweifel sind sie ja in allem unterrichtet. Doch in dieser Zeit ist ein Druck auf den Menschen. Dieser Druck kennt keine Grenzen, nicht die der Denominationen noch des Zeitalters, und übt kein Ansehen der Person. Jung und alt, gut und schlecht, auf Allen ist der Druck.
E-15 Wir leben in einem neurotischen Zeitalter, unter nervöser Spannung. Jeder rast nach hier oder dort und kommt nirgends hin. Das ist die Prägung dieses Zeitalters. Ich weiß, diese Gemeinde wird genauso damit geplagt wie jede andere. In unserer Gemeinde werden wir geplagt und überall in der ganzen Welt ist es so.
Es ist ein Tag des Druckes. Alles geschieht in Eile - must eimer Hasten, Hasten, Hasten, Hasten, und Warten. Man fährt neunzig Meilen die Stunde, um den wieder zum Abendbrot nach Hause zu kommen, und dann muss man zwei Stunden warten, bis es fertig ist. Das stimmt. Es ist diese Zeit. In der Hast und Eile geratet ihr in eine nervöse Spannung. Wenn die Frau ein wenig widerspricht, braust ihr auf im Zorn. Der Mann sagt etwas, ihr stampft mit dem Fuß und sagt ihm, dass er aus dem Raum gehen soll. „Mann, ich möchte jetzt keine Auseinandersetzung mit dir, gehe hinaus.”
„Frau, oh, ich bin so nervös.” Warum? Weshalb, was ist los?
E-16 All dies ist eine Stauung von Druck, und die Resultate sind verkehrtes Tun und Handeln. Das stimmt. Es verursacht, dass Arme, die der mittleren Klasse und auch die Reichen so handeln. Es verursacht, dass die, die verkehrten Sinnes sind, und auch die guten Menschen so handeln, denn es ist ein Druck, der ausgeübt wird. Der Dampf muss irgendwo herausgelassen werden. Wenn das nicht geschieht, so explodiert der Kessel.
Wir stellen das fest. Es staut sich immer mehr an während des Tages. Ihr sprecht mit eurem Chef bei der Arbeit über dieses oder jenes. Und wenn ihr zu den Kindern sprecht: „Kommt hierher!”, dann sagen sie: „Mama, ich bin...” So ist es. Es wird aufgestaut. Manchmal fühlt ihr, als ob ihr den Kopf verliert. Ich kenne das, damit bin ich jeden Tag vertraut. Ich weiß, was das bedeutet. Es wird aufgebaut.
E-17 Ich war... Vor einigen Abenden dachte ich daran. Ich ging in ein Krankenhaus. Ich meinte, unser Pastor war krank, doch er war nur körperlich heruntergekommen. Es war ein Hin-und-Her-eilen bis er völlig erschöpft war. Man rief mich im Büro an und fragte, ob ich seine Besuche abstatten könnte. Ich war den ganzen Tag zu Verhandlungen unterwegs mit Predigern aus verschiedenen Orten, und ich sagte zu.
Ich machte alle seine Besuche und ging dabei in ein gewisses Krankenhaus. Man gab mir den Namen einer Frau und ihre Zimmernummer. Ich ging ungefähr fünfzehn bis zwanzig Minuten vor der Besuchszeit hin und erkundigte mich nach der Frau. Ich sagte, dass ich ein Prediger wäre und eine gewisse Frau besuchen möchte. Die Dame war mit etwas beschäftigt. Sie schaute mir ins Gesicht und fragte: „Was wollen Sie?”
Ich erwiderte: „Ich möchte erfahren, wo sich eine gewisse Frau auf dieser Station befindet.”
Sie sagte: „Ich weiß es nicht!”
Ich sagte: „Mir wurde diese Nummer gegeben, doch wollte ich mich zuerst erkundigen.”
Sie erwiderte: „Wenn Sie die Nummer haben, so gehen Sie doch hin.”
Ich dankte, ging hin zu dem Zimmer und fragte: „Befindet sich hier eine Frau mit diesem Namen?”
„Nein!”
Ich ging zurück und schaute auf das Blatt, und es war dort so angegeben. Als ich zurückkam, stand die Frau dort und ich sagte: „Das ist die verkehrte Nummer.”
„Wie hieß die Frau?” Sie sagte: „Sie befindet sich nicht auf dieser Etage.”
„Danke! Ich werde hinaufgehen.”
E-18 Ich ging auf die nächste Zimmer und sah dort einen Arzt am Schreibtisch sitzen. Ich sagte: „Wie geht es Ihnen?” Er blickte nur auf und wieder herunter, so dachte ich: „Den muss ich in Ruhe lassen.” Ich ging ein wenig weiter und fand eine Dame, eine Krankenschwester. Ich sagte: „Verzeihung!”
Sie sagte: „Was wollen Sie?”
Ich antwortete: „Befindet sich eine gewisse Frau mit diesem Namen hier?”
Sie sagte: „Ich weiß es nicht.” Und ich sagte... Sie sagte...
„Es müßte Zimmer Nummer 321 oder 221 sein. Bei 221 war ich schon, und sie befand sich nicht dort.”
Und die Dame sagte: „Es ist niemand hier unten unter diesem Namen”, so sagte: „Vielleicht sie ist im Obergeschoß.” Und sie sagte: „Weshalb gehen Sie dann nicht nach 321?”
Ich sagte: „Danke!”
Ich ging auf 321... oder 321, und ich sagte: „Gibt es eine Dame im hier genannten So-und-so?”
„Nein!”
Eine Frau aus dem gegenüberliegenden Zimmer sagte: „Sie befand sich dort in Nummer… 31.”
Ich sagte: „Ich danke Ihnen, meine Dame.” Ich ging; Ich sagte: „Ist Frau So-und-so hier?”
„Nein, zogen sie sie aus; sie ist im Erdgeschoß.”
E-19 Ich dachte: „Meine Zeit!” Ich ging wieder hinunter, und man gab mir die Zimmernummer. Ich traute Mich nicht, wieder zu fragen, deshalb ging ich überall hin und suchte das Zimmer, konnte es aber nicht finden.
In diesem Krankenhaus war alles so verzwickt. Ein Arzt kam daher mit einer Tasche und einem Stethoskop in seiner Hand. Ich habe nie zuvor einen Mann gesehen, der vier Fuß groß und vier Fußbreit war. Er kam daher, und ich sagte: „Guten Abend! Können Sie mir sagen, wo sich Zimmer So-und-so befindet?”
Er sagte: „Hier und dann dort entlang.”
Ich erwiderte: „Danke für die Information.”
Das ist die Wahrheit. Er sagte: „Hier entlang und dann dort hinaus.”
Ich sagte: „Danke!” und dachte: „Bis jetzt bin ich noch nicht weiter gekommen.”
E-20 Ich schaute zurück, und dort war eine nett aussehende Dame hinter dem Schreibtisch. Ich ging zu ihr hin und sagte: „Guten Abend!”
Sie entgegnete: „Wie geht es Ihnen?”
Ich sagte: „Ich bin völlig durcheinander” und erzählte ihr meine Geschichte und sagte: „Irgendwo befindet sich eine Frau, die morgen operiert werden soll, und sie ist dem Tode nahe. Ich bin ein Prediger, und da unser Pastor keinen Besuch abstatten konnte, gab man mir diese Nummer.”
Sie sagte: „Einen Moment, Bruder Branham, ich werde sie finden.”
„Nun,” denke ich... „Danke, Herr.”
Sie legte alles beiseite und ging hinüber. Dann sagte sie: „Ja, Bruder Branham, sie befindet sich dort zu deiner Linken, gerade dort,”
Ich sagte: „Vielen Dank!” Ich wandte Mich um und dachte: „So ist es, den Dampf ablassen.”
E-21 Jeder... Alles entwickelt sich zu diesem neurotischen Zeitalter. In jedem hat sich etwas angestaut. Niemand hat Zeit. Das staut sich so lange, bis etwas zusammenbricht. Es verursacht, dass Menschen gegeneinander aufgebracht sind und Dinge sagen, die sie nicht meinen.
Ein jeder ist schuldig. Ich bin schuldig, ihr alle seid dessen schuldig. Wir tun Dinge unter einem Druck, die wir sonst nicht tun würden. Ein überschüssiger Druck hat sich angestaut. Ehe ich weiter gehe, möchte ich sagen, dass ich glaube, dass es der Feind ist, der diesen Druck verursacht. Ich glaube, dass es der Teufel ist.
Wir wissen, dass das Kommen des Herrn nahe ist, und die Bibel sagt, dass der Teufel in den letzten Tagen herumgeht wie ein brüllender Löwe. Wenn er euch unter diesen Druck bekommt, eilt ihr hin und her und trefft Entscheidungen, die ihr nicht treffen würdet, wenn ihr euch hinsetzen und über die Dinge nachdenken würdet.
E-22 Vor ungefähr drei Jahren ging ich jagen und hatte einen Indianer als Führer. Ich beeile mich sehr beim Jagen, das ist meine Natur. Auch dadurch wird ein Druck angestaut.
Ich war auf der Jagd mit dem Indianer und sprang vom Pferd. Es waren Hirsche auf dem Gebirge, und ich eilte um die Kurve. Der alte Indianer war ungefähr zehn Jahre älter als ich. Er kam keuchend hinter mir her, und ich rief: „Komm, Häuptling, komm!”
Er sagte: „Zu schnell, zu schnell.”
Ich dachte: “Oh, gut ...” Ich sagte: “Komm schon!”
Ich lief weiter, und wieder sagte er: „Zu schnell.” Ich schaltete einen Gang herunter, und doch sagte er: „Zu schnell.” Ich ging langsam, doch es war ihm immer noch zu schnell.
Ich sagte: „Häuptling, dort oben ist doch der Hirsch.”
Er sagte: „Er bleibt dort, er ist dort geboren.”
Ich erwiderte: „Da hast du wohl recht.”
„Er bleibt dort, weil er dort geboren ist! Prediger jagen zu schnell und verscheuchen das Wild. Mach es wie die Indianer: einen Schritt gehen, neunmal umsehen.”
E-23 Ich fragte mich, welch einen Gang ich einschalten müßte, um von dort herunter zu kommen Ich war auf dem Pfad, der zum Berge hinaufführte, und er sagte: „Einen Schritt gehen, neunmal umsehen.” Alle immer wieder neunmal ansehen, ehe man einen nächsten Schritt macht. Doch seht, er hatte keine Eile.
Ich dachte darüber nach. Und meine geliebte alte Mutter, sie ist heute in der Herrlichkeit. Als sie starb, fragte man mich: „Warum trägst du heute keine weiße Blume, als Zeichen, dass deine Mutter tot ist?”
Ich erwiderte: „Meine Mutter ist nicht tot, meine Mutter lebt.” Ich trug eine rote Blume und die Menschen sagten: „Ich dachte, deine Mutter ist gestorben.” Um sie von der Verwirrung fernzuhalten und nicht noch mehr Dampf anzusammeln, habe ich gar keine mehr getragen. Sie ist nicht rot, sie schläft nur. Sie ist bei Christus.
E-24 Oh dieses nervöse, neurotische Zeitalter, in dem wir leben Ihr wißt, für all dieses haben die Ärzte keine Antwort, denn auch sie werden damit geplagt. Man kann keine Antwort von ihnen erwarten, sie selbst wissen nicht, was zu tun sei.
Ihr sagt: „Herr Doktor, ich bin drauf und dran mir das Leben zu nehmen. Ich weiß nicht was ich tun soll.”
Er könnte sagen: „Mir geht es genauso.” Es gibt nichts, was ihr tun könntet. Er verschreibt euch eine Beruhigungstablette, und wenn die Wirkung vorüber ist, seid ihr nervöser als ihr vorher wart. Es ist so, als wem ein Betrunkener noch mehr trinkt, um aus der Trunkenheit herauszukommen. Seht, ihr könnt es nicht. Es gibt keine Antwort. Die Ärzte haben sie nicht.
Doch Gott hat die Antwort Daran wollen wir uns halten, darüber wollen wir sprechen Sie haben keine Antwort Gott hat die Antwort ER ist die Antwort. Christus ist die Antwort auf jedes Problem, das ihr habt.
E-25 Über Ihn werden wir jetzt sprechen. Im Alten Testament war jemand unter Druck, wenn er etwas Verkehrtes getan hatte, zum Beispiel wenn er unschuldiges Blut vergossen hatte und sich auf der Flucht befand. Wenn ein Mann einen anderen getötet und verkehrt gehandelt hatte, suchte man ihn unter den Menschen, bis er gefunden wurde. Dann wurde er getötet Zahn um Zahn, Auge um Auge. Ein solcher Mensch hatte keinen Ort, an dem er sich aufhalten konnte.
Wenn jemand ungewollt etwas getan hatte und man ihm nicht glaubte, so musste er fliehen, denn die Verwandten dieses Mannes oder der Frau, wer immer es war, suchten ihn. Und wenn sie ihn gefunden hatten, so hieß es: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das war ihre Lebensweise.
E-26 Er konnte sich nirgends aufhalten, denn er war ein Flüchtling. Er wußte nicht, was er tun sollte, denn er war auf der Flucht. Das ist typisch für die heutige Zeit. Ich meine, das verursacht solch einen Druck, denn wir sind auf der Flucht. Das ist die heutige Verfassung der Welt. Wir wissen, dass sie verkehrt sind und dass das Kommen des Herrn so nahe ist, und der Druck staut sich immer noch mehr. Sie sind auf der Flucht, stürzen sich in jede Art von Vergnügen, um Dampf abzulassen. Sie sehen fern, erzählen schmutzige Witze, suchen irgendetwas, wodurch sie Druck ablassen können. Sie sind auf der Flucht. Etwas ist im Begriff zu geschehen. Sie wissen es. Sie trinken sich selbst zu Tode und stürzen sich ins Vergnügen, sie sind auf der Flucht.
Sie wissen, dass etwas geschehen wird. Die Welt spricht davon. Wir wissen, dass etwas im Geschehen ist. Diese Welt könnte vor Tagesanbruch explodiert sein. Jede Nation ist in Spannung. Warum?
E-27 Als ich in Afrika war, habe ich die Schafherde beobachtet. Es war ein mittelgroßes Lamm, das sehr friedlich für sich weidete, und plötzlich wurde es unruhig. Es fraß und schaute wiederholt umher. Als es noch friedlich war, beobachtete ich es. Es sah so ruhig aus. Ich dachte: „Ist das dort nicht friedlich? Schaut euch dieses kleine Ding an.” Der Hirte, ein Eingeborener, der sie zu bewachen hatte, befand sich in der Umzäunung.
Während ich dieses kleine Lamm beobachtete, wurde es nervös, und ich dachte: „Was ist mit ihm los?” Ich beobachtete es durch ein Fernglas. Es wurde so nervös, es schaute hier- und dorthin. Es begann zu blöken; es wußte nicht, was es tun sollte. Und ich dachte: „Weshalb ist dieses kleine Lamm plötzlich so aufgeregt?
E-28 Es befand sich auf einer kleinen Weide. Doch in der Ferne bemerkte ich, dass sich etwas erhob und wieder niederließ. Ungefähr eine halbe Meile von ihm entfernt, versteckt im Gras, schlich sich ein Löwe an. Und etwas in diesem kleinen Lamm staute sich, und es wußte, dass sich irgendein Unheil nahte. Es konnte nichts sehen. Der Löwe hatte das Schaf gerochen und wollte es schnell holen, ehe der Hirte es bergen konnte.
Ich sah zu, wie der Druck sich in ihm staute. In der Ferne schlich sich der Löwe heran. Obwohl das Schaf den Löwen nicht sehen konnte, so war etwas in ihm, das ihm sagte, dass sich ein Unheil nahte.
So ist es heute. Etwas in den Menschen läßt es sie wissen, dass etwas im Geschehen ist. Das wissen wir. Die Gläubigen wissen das. Die Welt weiß es. Der Trunkenbold weiß es und auch der Spieler. Der Geschäftsmann, die Regierungen, die UN, sie alle wissen, dass bald etwas geschehen wird. Der Druck hat sich angestaut.
E-29 Frauen, Mütter rauchen eine Zigarette nach der anderen. Ich sehe sie, wenn sie zur Schule kommen. Sie fahren vorbei, während ich auf meine Kinder und den Hund achtgebe. Sie fahren siebzig Meilen die Stunde in einer Zwanzig-Meilen-Zone. Während die Frauen ihre Kinder zur Schule bringen, haben sie eine Zigarette in der Hand, schreien die Kinder an und müssen so scharf bremsen, dass es quietscht. Dann kommen sie zurück. Vor kurzem beobachtete ich, wie eine neurotische Mutter daherkam, und vier oder fünf kleine Kinder mussten in Eile die Straße räumen. Wo wollte sie hin? Was ist los? Vielleicht wollte sie unbedingt ein Fernsehprogramm sehen.
So ist es. Druck! Es wird durch irgendetwas verursacht. Früher taten sie so etwas nicht. Etwas naht sich - Tod und Zusammenbruch nahen. Sie sind nicht mehr weit entfernt. Etwas kommt auf uns zu.
E-30 Im Alten Testament hatte Gott Vorsehung getroffen, wenn Dinge ungewollt geschahen. Wenn ihr unschuldig seid, wird Gott euch einen Weg bahnen.
Wenn ein Mann einen anderen mutwillig getötet hatte, war er verloren. Er konnte nicht in den Ort hinein Doch wenn es ein Unfall war, der ihm ungewollt unterlaufen war, so gab es für ihn eine Zufluchtsstätte. Eine von ihnen war Ramoth-Gilead. Ich glaube, es waren ihrer [sechs], die Josua als Zufluchtsstädte errichtet hatte.
Zu diesen Städten konnten die Menschen Zuflucht nehmen. Wenn sie versehentlich etwas Verkehrtes getan hatten, begaben sie sich zu einer dieser Freistädte und erschienen an der Pforte. Der Pförtner fragte den Betreffenden, weshalb er kommt und was er getan hat. Dann wurde die Verhandlung einberufen. Wenn die Gerichtsverhandlung vor dem Stadttor stattfand und der Betreffende als unschuldig erfunden wurde, weil er die Tat nicht absichtlich getan hatte, dann wurde der Mensch in die Stadt, den Ort der Zuflucht, eingelassen. Dann konnte der Feind ihn nicht erreichen. Wenn er gelogen und verkehrt gehandelt hatte und in die Freistadt kam, selbst wenn er die Hörner des Altars ergriff, so hatte sein Feind das Recht, ihn vom Altar wegzuziehen und ihn zu töten. Jawohl! Weil, er schuldig war, er hatte vorsätzlich gehandelt und musste bestraft werden.
E-31 Die ganze Sache belastete den Betreffenden. Natürlich war ein solcher Mensch nervös. Vielleicht waren ein Dutzend Männer hinter ihm her. Hinter jedem Felsen, jedem Berg, jedem Busch konnte sich der Feind verbergen und auf ihn warten. Er war nervös. Doch wenn er die Stadt erreichte, war er von dem Druck befreit. Er war in Sicherheit. Jetzt war er geborgen, weil er den für ihn vorbereitete Ort gefunden hatte. Gottes vorbereitete Weg sieht vor, dass der Unschuldige nicht erschlagen, sondern vom Tode befreit wird, denn er hat es versehentlich getan, er wollte es nicht.
Nun, wenn er hatte nicht die Absicht, es zu tun... Wenn er es vorsätzlich getan hatte, musste er die Folgen tragen. Es bestand keine Chance für ihn, wenn er es absichtlich getan hatte.
E-32 Es gibt zwei Gruppen von Menschen heute, wenn ich dieses sagen darf. Bruder Ruddell, das wirklich nicht wollen, um diese Dinge zu tun, dass sie tun. Es sind Männer und Frauen heute in der Welt, die nicht sündigen möchten. Sie tun mir leid. Sie möchten nichts Verkehrtes tun, doch sie tun es. Sie werden dazu getrieben. Es gibt einen Ort für diejenigen, die das Rechte tun möchten. Es gibt einen Ort, von dem Druck befreit zu werden. Das ist wahr. Aber es gibt einige, die kein Interesse daran haben.
E-33 Vor einigen Tagen überreichte Bruder Hickerson mir einen Pass, damit ich das Staatsgefängnis in La Grande, Kentucky betreten konnte. Ich wollte dort angeln Dort traf ich einen Negerjungen aus Louisville, mit dem ich ins Gespräch kam. Ich fragte ihn: „Was tut denn ein so fein aussehender, intelligenter Mann wie Sie hier?”
Er antwortete: „Prediger, so und so ist es gewesen. Niemand ist schuldig, nur ich. Ich gehörte einst dem Herrn an.” Er heißt, Bischof. „Sie nannten mich heiliger Bischof, weil ich dem Herrn diente. Meine Frau und ich haben ein Mädchen. Doch eines Tages konnte ich es nicht mehr ertragen, wandte mich vom Herrn ab und ging in die Welt Ich hatte einen gläubigen Vater und eine gläubige Mutter. Doch dann wurde ich nach Übersee nach Korea versetzt.” Er erzählte von den Schlachten, die er mitgemacht hatte und was ihm alles begegnet war. Er meinte: „Dort gingen wir zum Tanzen usw.”
E-34 „Ich kam in verkehrte Gesellschaft. Eines Tages kamen zwei Jungens vorbei und sagten: ‚Bischof, wir möchten Lebensmittel einkaufen. Würdest du uns dort hinfahren?' Meine Frau hatte mich gerade zum Essen gerufen. Sie redete auf mich ein und sagte: ‚Liebling, gehe nicht mit ihnen. Es ist nichts Gutes in diesen Kerlen. Wir müssen uns von ihnen entfernen und zur Gemeinde zurückgehen.' Da erwiderte ich: ‚Ich möchte es nicht tun, aber diese Jungens müssen einkaufen. Es ist mir unangenehm, wenn ich sie nicht hinbringen kann.' Ich wollte ihnen mein Auto überlassen. Sie sagte: ‚Tue es nicht, denn sie werden es ruinieren. Fahre sie hin und komme zurück.'”
Ich sagte: „Ich brachte sie hin und blieb auf dem Parkplatz. Dort saß ich und wartete. Plötzlich ging der Alarm los und diese Jungens kamen daher, jeder mit einer Pistole in seiner Hand. Ich machte die Tür zu und sagte: ‚Ihr könnt nicht hereinkommen.'”
Einer von ihnen schlug mir auf den Kopf, riß mich hoch, schwang die Pistole und sagte: „Du willst uns nicht fahren?” Er hob die Pistole und sprach: „Wenn du nicht durchlöchert werden willst, dann tu was wir dir sagen, sonst werfen wir dich hinaus und fahren selbst.”
E-35 Ich antwortete: „Ihr könnt nirgends hin. Man wird euch fassen. Sagt ihnen, dass ich nichts damit zu tun habe, dass ich unschuldig bin.” Gleich darauf hatte die Polizei sie gefaßt.
Bei der Vernehmung wurde ich von dem Staatsanwalt, über den ich böse dachte, gefragt: „Ist dies dein Auto?”
Ich antwortete: ‚Jawohl, aber ich...“
Er sagte: „Beantworte mir die Frage.” O Bruder, der Teufel hat eine Art, die Dinge zu tun. Er sagte: „Beantworte meine Frage. Ist dies dein Auto?”
Ich antwortete: „Jawohl.”
„Ist dies dein Nummernschild?”
„Jawohl, mein Herr!”
Er fragte: „Warst du dort auf dem Parkplatz?”
Ich sagte: „Nun, ich sage euch...”
Er wiederholte: „Beantworte nur meine Fragen!”
Darauf sagte ich: „Jawohl!”
Dann sprach er: „Da hast du's!” Aufgrund dieser Verhandlung, da die Umstände scheinbar den Beweis erbrachten, wurde er zu zehn Jahren verurteilt, die anderen erhielten lebenslänglich.
Er sagte: „Schau Bruder, ich bin in verkehrte Gesellschaft geraten. Niemand trägt die Schuld als ich.” So ist es. Jetzt hat er zehn Jahre, um von dem Druck befreit zu werden. Ich betete für ihn. Bruder Wood und ich saßen dort am Wasser, nahmen den Jungen bei der Hand und beteten dort am Gewässer für ihn, dass er auf Bewährung freigelassen würde. Ich bete noch immer für ihn, dass Gott es tut.
E-36 Was ist es? Ein unschuldiger Mensch unter Druck. Nun, diesem Mann müßte eine Chance gegeben werden.
Wenn ihr heute bereit seid, das Richtige zu tun, bin ich froh, euch sagen zu dürfen, dass es eine Freistadt gibt, eine Zufluchtsstätte, und das ist Jesus Christus. Wenn ihr das Verkehrte nicht tun wollt, obwohl der Feind hinter euch her ist, so gibt es die Möglichkeit des Entkommens, und dieses Entkommen ist in Jesus Christus. Es ist der Ort, zu dem ihr kommen und euren Dampf ablassen könnt. Wenn ihr gern sündigt und ihr wollt Gott nicht, dann wird der Feind euch irgendwo überwältigen. Ihr könnt nicht zu Christus kommen, weil ihr es nicht wollt.
Aber ein Mensch kann zu Christus kommen. Im Alten Testament musste ein Mensch aus freier Willensentscheidung zu dem Ort der Zuflucht kommen. So müßt ihr auch zu Christus kommen.
E-37 Noch etwas: ihr müßt zufrieden sein, wenn ihr euch dort befindet. Ihr könnt nicht jeden Tag weinen und sagen: „Ich möchte von hier heraus. Ich möchte hier weg,” sonst werdet ihr hinausgetan. Ihr müßt freiwillig dort bleiben wollen. Ihr müßt in der Stadt bleiben wollen.
Wenn ihr zu Christus gekommen seid, könnt ihr nicht zur Welt zurückschauen. Die Bibel sagt: „Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückschaut, ist nicht tüchtig zum Reiche Gottes.” Das ist der Fehler vieler sogenannter Christen. Sie tun so als ob sie pflügen, doch sofern etwas Geringes aufkommt, werden sie ungehalten.
E-38 Vor einigen Tagen hatte ich ein solches Erlebnis, wie ihr bereits wißt. Ich danke euch für eure Gebete. Wenn ich jage und angle oder Zielscheiben schieße, wollte ich schon immer ein Weatherby Magnum Gewehr haben. Einige meiner Freunde hätten es mir gekauft, ich kenne die Leute. Wenn ich es nur erwähnt hätte, so hätten sie es mit Freuden gekauft. Zwei oder drei wollten es sogar tun. Doch ich konnte nicht einsehen, dass so viel Geld in ein Gewehr gesteckt werden soll, wo Missionare unterwegs sind ohne Schuhe. Das konnte ich nicht tun. Bruder Wilson gab Billy Paul eine kleine 257' Roberts. Und einer meiner Brüder, ein Freund, sagte: „Bruder Branham, das Gewehr kann aufgebohrt werden. Das kann ich günstig machen lassen.” Ich habe es ihm gestattet.
Er kam zurück, ich lud das Gewehr und schoß, und das Ding explodierte in meinen Händen. Der Lauf flog fast fünfzig Meter vor mich, und das Schloß flog hinter mich. Es ist ein Wunder, dass ich nicht zerrissen wurde. Es waren fünf bis sechs Tonnen Druck, denen ich ausgesetzt war.
Ein Arzt sagte: „Das Einzige, was ich weiß, ist, dass der gute Herr dort gegenwärtig war und dich, Seinen Knecht, beschützte.”
E-39 Die Sache, über die ich nachdenke, ist folgende: Wenn das ein Weatherby Gewehr gewesen wäre! Was war los? Es war ein Fehler im Gewehr. Es war zu groß aufgebohrt und deshalb lose. Das ist die Sache mit vielen von uns mit unserer Bekehrung: Wir sind zu weit aufgebohrt. Und…
Wenn das von Anbeginn ein Weatherby Gewehr gewesen wäre, von dem Stahl, der zu einem Lauf gegossen wird, so wäre die Bohrung entsprechend gewesen. Es wäre nicht explodiert. Doch weil man versuchte, etwas anderes daraus zu machen, das es in Wirklichkeit nicht war, deshalb explodierte es. Dasselbe wird jeder feststellen, der bezeugt, ein Christ zu sein und nicht den richtigen Anfang durch die Wiedergeburt macht. Irgendwo wird er explodieren. Denn es ist zu viel Druck vorhanden. Es wird nicht standhalten. Irgendwo wird er explodieren.
E-40 Menschen versuchen dies und jenes zu sagen. Sie ahmen einen Dienst nach, zu dem sie nicht gerufen wurden. Schlußendlich wird es explodieren. Ihr müßt von Gott dazu verordnet sein. Es muss Gott sein, der es bewirkte, nicht ein Händedruck oder eine gefühlsbetonte Geschichte, sondern es wird euch zuteil auf Grund des vergossenen Blutes Christi, durch euren Glauben an das, was Gott für euch durch Jesus Christus getan hat. Wenn das nicht so ist, werdet ihr irgendwo explodieren. Jemand wird euch auf die Zehen treten, und schon seid ihr weg. Seht, der Druck baut sich auf bis zu dem Punkt, wo die Explosion stattfindet.
E-41 Ein Mensch muss in dem Zufluchtsort bleiben wollen. Er kann nicht hineingehen, um zu beanstanden. Er muss dort bleiben wollen ohne Beanstandungen über etwas. Außerhalb kommt er um: innen ist er in Sicherheit.
Ich möchte jetzt denen etwas sagen, die noch nicht Christen sind. Ich bin vor über dreißig Jahren in diese Stadt der Zuflucht gekommen. Bruder, niemals habe ich hinausgehen wollen. O, ich bin in Christus hineingekommen. Alles, wonach ich Verlangen trug, fand ich hier. Ich möchte nicht hinausgehen. Ich bete täglich: O Gott, ich bin so froh, hier zu sein, laß mich hier bleiben, ich möchte niemals hinaus. Ich weiß, ER wird mich nie verlassen. Ich weiß, ER wird euch nie verlassen. Wenn der Druck so groß wird, dann ist ER euer Ausweg. Wir brauchen uns um nichts mehr zu sorgen.
Wenn ihr so unter Druck gesetzt seid und nicht mehr wißt, wohin ihr geht und was nach dem Tode geschehen wird und ihr dem Tode nahe seid, dann müßt ihr zu Christus, eurer Zufluchtsstätte kommen und den Druck herauslassen. Erledigt es ein für allemal. Ganz gleich, was geschieht, Christus ist unsere Zuflucht Wenn wir zu Ihm kommen, können wir den Druck ablassen. Erledigen es, ein für alle Mal.
E-42 Egal, was stattfindet, Christus ist unser Schutz. Und wenn wir zu ihm kommen, können wir lassen Sie den Druck ab. Ihr könnt aufhören euch darüber zu sorgen, was geschehen wird, wenn ihr sterbt; was mit der Ehefrau geschehen wird, was mit dem Ehemann geschehen wird, was mit den Kindern geschehen wird. Kommt zu Christus und laßt den Druck ab. ER hat uns alle Dinge gegeben. Alles ist für uns in Christus. Laßt den Druck einfach ab.
Es gibt nur einen Weg, kann dir es tun... Jemand könnte Ihnen eine Million Dollar geben; es wäre Druck aufbauen. Ihr mögt einer Gemeinde beitreten, doch der Druck wird immer größer. Die Methodisten werden euch sagen, dass sie richtig und die Baptisten verkehrt sind. Die Baptisten werden sagen, die anderen sind verkehrt und wir sind richtig. Das baut den Druck noch mehr auf, und ihr wißt nicht, wo ihr euren Stand einnehmen könnt. Doch wenn ihr zu Christus kommt, könnt ihr den Druck freigeben. Dann ist alles vorüber. Es ist erledigt.
E-43 Es ist Gottes vorbereitete Ort der Sicherheit. Gott sprach: „Der Name des Herrn ist ein mächtiges Schloß. Der Gerechte fluchtet dahin und wird beschirmt.” In der Zeit der Krankheit, wenn Krankheit Streiks, wenn der Arzt sagt: „Nichts kann mehr getan werden”, dann laßt nicht zu, dass der Druck aufgebaut wird, sondern gebt den Druck frei. Ruft euren Pastor, laßt euch mit Öl salben und über euch beten, und das Gebet wird dem Kranken helfen und der Herr wird ihn aufrichten. Entledigt euch des Druckes.
ER ist deine Zuflucht. Während ihr in dieser Zufluchtsstätte seid, habt ihr das Recht auf alles, was darin ist. Christus ist unsere Zuflucht. Alles, was ihr benötigt, ist in Ihm. Amen. In Krankheit nicht Druck aufbauen müssen; Druck ablassen.
E-44 Ihr sagt: „Ich frage mich, Bruder Branham.” Fragt euch überhaupt nicht, sondern laßt den Druck hinaus, übergebt euren Fall Gott und geht weiter, als wäre alles vorüber. Staut den Druck nicht an. Laßt ihn frei.
Nun, ihr sagt: „Ich bin so besorgt, Bruder Branham. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.” Gebt den Druck frei! Amen! In der Stadt der Zuflucht hat ER eure Sorgen hinweg genommen. Ihr braucht sie nicht mehr zu haben. Werfet eure Sorgen auf Ihn, denn ER sorget für euch. Sorgt euch nicht um eure Sorgen. Das ist Seine Sache.
E-45 Vor einigen Jahren traf ich hier in einem zehn-Cent-Geschäft eine Frau. Sie war ungefähr sechzig Jahre alt, sah aber aus wie dreißig. Ich fragte: „Wie tust du das, Schwester?”
Sie sagte: „Bruder Branham, ich habe zwei Söhne. Sie sind Ärzte und sind älter als du.” Ganz ehrlich, sie sah nicht älter aus als dreißig. Sie sagte: „Weißt du was, als ich zu Christus kam, war ich ungefähr zwölf Jahre alt. Ich setzte mich hin und dachte darüber nach. Ich hatte andere Religionen gelesen, doch als ich das Wahre gefunden hatte, seit ich zu Christus kam und meine Sache, meine Seele und mein Alles Ihm übergab, seitdem habe ich mich niemals mehr gesorgt. ER hat verheißen, für all meine Schwierigkeiten zu sorgen. Wenn ER nicht groß genug ist, das zu tun, wie könnte ich es dann tun? Weshalb sollte ich mich noch darüber sorgen?” Das ist es.
Christus hat verheißen, alle eure Sorgen zu tragen. Werfet eure Sorgen auf Ihn. Worum seid ihr noch besorgt? Sorgen baut Druck auf, und Druck explodiert. Werft eure Sorgen auf Ihn. Hört auf zu sorgen. In Ordnung!
E-46 Ihr fragt: Wie tue ich das? Vertrauet Seiner Verheißung. ER hat verheißen, dass ER es tun wird, sogar in der Zeit des Todes, wenn der Engel des Todes in den Raum kommt. Ihr sagt: „O, Bruder Branham. Ich weiß, ich werde nervös sein.” O nein, ihr seid in dem Zufluchtsort. Nein, nein! Ihr wißt, dass ihr sterben müßt. Eines Tages müßt ihr gehen. Kommt in die Zufluchtsstätte. Fühlt euch geborgen. Das ist es. Ihr seid sicher, solange ihr in dem Zufluchtsort seid. Denkt daran, ER starb für euch, ER sorgt für euch. ER starb für euch.
Laßt uns die Sache noch einmal betrachten. Ihr sagt: „Bruder Branham, meinst du, wenn der Todesengel anklopft, dass es dich nicht unter Druck setzen wird?” Nicht im Geringsten! „Nun, wie machst du das?” Kommt in den Zufluchtsort! Das ist alles.
E-47 Ihr sagt: „Bruder Branham...” Einen Moment, bitte. Laßt uns Israel in Ägypten betrachten. Die Zeit kam, als Gott sagte: „Ich sende den Todesengel durch das Land und Ich werde den Ältesten jeder Familie töten lassen, es sei denn, das Blut ist an die Türpfosten gestrichen.” Die große Nacht des Passah kam. Hier war Israel, das Volk der Verheißung, das in das Land der Verheißung gehen sollte.
Es warst die Nacht des Passahfestes. Der Todesengel war im Lande. Das Geschrei war auf der Straße zu hören. Wir blicken; zwei große schwarze Flügel flattern die Straße hinunter. Meint ihr, Israel war in Aufregung? Nein!
Der Tod war an der Tür. Der Junge, der älteste Sohn der Familie, konnte zum Fenster hinausschauen und sich den großen schwarzen Engel ansehen. Er schaute und sprach: „Papa, liebst du mich?”
„Sicher, mein Sohn, liebe ich dich.”
„Papa, bin ich überhaupt dein Erstgeborener?”
„Jawohl, mein Sohn, du bist es.”
„Schau her, Papa, der Engel hat den Jungen dort geholt. Ich kannte ihn. Ich spielte mit ihm. O Papa, jetzt kommt er auf unser Haus zu.”
„Mein Sohn, siehst du die Türpfosten?” Halleluja!
„Papa, wird er mich holen?”
„Nein, mein Sohn. Dir kann er nichts antun.”
„Warum?”
„Das ist Seine Verheißung: ‚Wenn Ich das Blut sehe, werde Ich an euch vorübergehen!' Gehe hin, nimm dein Spielzeug und spiele, mein Sohn. Du brauchst dich nicht zu sorgen. Wir sind in der Zufluchtsstätte Gottes. Gib den Druck frei.”
E-48 Israel konnte in der Bibel lesen. Während die anderen Geschrei erhoben und der Druck über sie kam, war Israel völlig gelassen. Warum? Der Tod war vor der Tür, doch was machte es aus? Er konnte ihnen nichts antun.
Also, wenn der Tod kommt zu unserer Tür (Ehre sei Gott!), solange Gottes Forderung erfüllt und das Blut der Versöhnung an eure Herzensschwelle und -pfosten gestrichen wurde, was macht es dann aus? Es kann mich nicht hindern.
Wenn der Arzt sagt: „Morgen musst du sterben!”, was macht das aus? Das Blut ist an den Pfosten. Ihr müßt sowieso sterben. Aber wenn das Blut angewandt wurde, erwartet euch die Auferstehung. Amen!
E-49 Israel konnte ruhig sein. Kein Druck wurde in ihnen angespeichert, denn sie wußten, dass der Todesengel sie nicht treffen konnte. Sie waren unter dem Blut. Es war Gottes vorbereiteter Weg.
Nun sehet! Ihr fragt: „Kann ich dessen gewiß sein?” Seht, Christen, worum es geht. „Kann ich dessen sicher sein?” Darüber sprach ich letzten Sonntagabend.
Israel war das Volk der Verheißung des Bundes, das Volk Gottes. Ihnen wurde ein Land verheißen, das von Milch und Honig überfließt. Sie hatten dieses Land nie gesehen. Nicht einer von ihnen war je dort gewesen; sie wußten nichts über dieses Land. Doch es wurde ihnen verheißen. Sie kamen aus ihrer Sklaverei heraus durch die Hand Gottes und durch Seinen Propheten, wanderten einher und sagten, dass sie Pilger und Fremdlinge waren, die in ein Land hinein wollten, dass sie nie gesehen hatten. Keiner von ihnen hatte es je gesehen. Denkt daran! Sie kamen zur Grenze. Unter ihnen befand sich ein großer Kämpfer namens Josua. Josua bedeutet „Jehova-Retter.” Josua überquerte den Jordan und ging in das verheißene Land. Er kam mit dem Beweis zurück, dass es ein gutes Land sei. Sie brachten Weintrauben, die zwei Mann tragen mussten. Es war genauso, wie Gott es gesagt hatte. Es floß über von Milch und Honig. Das hätte Grund genug sein sollen, dass sich alle gefreut hätten. Warum? Josua hatte den Beweis des Landes, von dem niemand etwas wußte, mitgebracht. Doch Gott hatte es ihnen verheißen. Ihnen war ein Land verheißen, und sie waren auf dem Wege dorthin.
E-50 Die ganze Menschheit war in die Falle geraten, doch dann kam der Herr Jesus Christus auf diese Erde. Jesus bedeutet „Jahwe-Retter.” ER ging hinunter zu dem Todesjordan, überquerte den Jordan durch den Tod, ist auferstanden am Ostermorgen mit dem Beweis, dass der Mensch nach dem Tode leben kann. Halleluja! Der Tod ist nicht das Ende. Jesus hat bewiesen, dass der Mensch nach dem Tode leben kann.
ER stand vor ihnen und bezeugte es. Ehe ER wegging, sagte ER; „In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte Ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Dann komme Ich wieder, um euch zu Mir zu nehmen, denn wo Ich bin, sollt auch ihr sein.” Zunächst starb ER. Sonne, Mond und Sterne schämten sich, verloren den Schein. ER starb, ein römischer Soldat stach in Sein Herz; Blut und Wasser floß hervor. ER starb, wurde ins Grab gelegt wie jeder andere Mensch. Seine Seele ging zur Hölle, wie die Bibel es sagt. Aber am Ostermorgen kam ER von den Toten hervor. Das Grab und die Hölle lagen hinter Ihm. ER sprach: „ICH bin es. ICH war tot und lebe in alle Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Ich bin ein Mann.”
Sie meinten: „ER sei ein Geist.”
Sagte: „Gib mir ein Fisch-Sandwich.” Und ER aß Fisch und Brot. Als Mensch war ER gestorben und in das Land gegangen. ER kam zurück mit dem Beweis, dass ein Mensch nach dem Tode leben kann. Was hat der Tod mit uns zu schaffen? Amen! Gebt den Druck frei!
E-51 Nicht nur das, ER hat uns die Verheißung gegeben. Was war es? ER hat uns das Unterpfand für unser Erbe gegeben. ER sagte: „Dieses soll jedem Gläubigen als Beweis gegeben werden.” Die einen gehen hier im Unglauben dahin. Ihr glaubt das Wort nicht. Ihr wandelt in der Sünde und den Dingen dieser Welt. Doch ER sprach: „Wer an Mich glaubt, hat das ewige Leben, ein Leben, das nicht sterben kann.”
Erkennet jetzt: wenn wir Seinen Geist empfangen, wir, die wir tot waren in Sünden und Übertretungen, so schenkt ER uns die Wiedergeburt, das neue Leben. Was tat ER? Wir sind mit Jesus gestorben und begraben. Im Geiste sind wir auferstanden von den weltlichen Dingen und in himmlische Örter versetzt. Heute Abend sitzen wir zusammen im himmlischen Örtern in Christus Jesus.
E-52 Wieviele Christen hier lieben noch immer die Welt? Wenn ihr es tut, seid ihr kein Christ. Ihr bekennt euch zwar zum Christentum, aber besitzt es nicht, denn wenn ein Mensch einmal von Christus geschmeckt hat, ist er den Dingen dieser Welt tot. In keiner Weise hat er irgendein Verlangen dahin zurückzugehen.
Was bewirkt es? Das Leben! Paulus sagte: „Nun lebe nicht mehr ich, wie ich einst lebte. Zwar lebe ich, doch Christus lebt in mir.” Warum? Er wurde erhoben von der Sünde dieser Welt. Auch wir selbst können zurückschauen und sehen, worin wir einst lebten. Jetzt leben wir anders. Was ist es? Es ist die Gewißheit, dass wir uns selbst gestorben sind und unser Leben durch Christus in Gott verborgen ist und wir versiegelt wurden mit dem Heiligen Geist und über die Dinge dieser Welt erhoben sind. So sind wir zum Leben gekommen mit demselben Beweis, mit dem ER zurückgekommen ist und es uns unter Beweis stellte.
E-53 Das Land ist herrlich. Dies ist erst die Anzahlung. Dies ist das Angeld auf unser Heil. Es ist das Anzahlungsgeld für den Vertrag Gottes. „Wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen.” Laß den Druck ab, Bruder. Amen! Begreift ihr es?
Seht, Elia, der große Prophet, ein Sinnbild auf Christus. Elisa, ein Sinnbild auf die Gemeinde, mit dem zweifachen Maß des Geistes, das auf ihn kam. Eines Tages ging er zum Jordan - ein Sinnbild auf diese Zeit, diese Regierung und was sie jetzt haben, Ahab, Isebel usw. Ihr gedenkt meiner Predigt darüber. Seht, Elisa folgte Elia aus einem Grunde. Amen. Wohin hat er ihn genommen? - zum Jordan, über Bethel, Jericho und an der Prophetenschule vorbei. In der gleichen Weise führt ER euch durch Rechtfertigung, Heiligung, sich selbst sterbend, um das Leben zu empfangen. Nicht eine Denomination, nicht eine Glaubenssatzung, ihr selbst müßt sterben, damit ihr wiedergeboren werden könnt.
E-54 Elia schlug das Wasser, überquerte den Jordan. Elisa folgte ihm. Als Elisa zur andern Seite des Landes zurückkehrte, hatte er ein doppeltes Maß. Heute folgen wir Jesus in Seinen Tod, durch die Taufe werden wir mit Ihm begraben und zu einem neuen Leben auferweckt. Wir glauben Ihm. Wir sind den Dingen der Welt gestorben, haben bekannt, dass wir nichts sind. Getauft in Seinem Namen, dadurch mit Ihm begraben und zu einem neuen Leben mit Ihm auferstanden. Unser Geist ist erhoben über die Dinge der Welt. So Sind wir in Christus. Jetzt haben wir einen Teil.
Wenn wir die Todeslinie überschritten und den Jordan überquert haben, werden wir ein doppeltes Maß haben. Schon in diesem Leibe haben wir durch den Geist das Angeld, den Heiligen Geist, der nicht sterben kann, weil ER ein Teil Gottes ist. Und die Körper in der wir leben... [Der Herr sprach:] „Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, hat ewiges Leben. Ich werde ihn am letzten Tage auferwecken.” Amen! Laßt den Dampf ab.
E-55 Was macht es aus, wenn Atombomben zuschlagen werden. Mögen sie nur tun was sie wollen. Wir wissen doch eines: dass wir ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn, empfangen haben. Was geben wir noch um das, was die Welt sagt. Was geben wir um den Druck? Es macht uns nichts aus, denn wir können den Dampf ablassen.
Kommen Sie, wo die Tautropfen der Gnade sind hell.
Leuchten überall um uns bei Tag und bei Nacht,
Jesus das Licht der Welt.
Mit unseren Häuptern gebeugt, laßt uns unsere Hände erheben.
Wir werden in dem Licht, schönes Licht zu wandeln;
Kommen Sie, wo die Tautropfen der Gnade sind hell.
Leuchten überall um uns bei Tag und bei Nacht,
Jesus das Licht der Welt.
E-56 Unser himmlischer Vater, Satan hat den Kampf verloren. Übt nur Geduld. Laßt den Dampf nicht anstauen. Ich stand hier und predigte, dass wir den Dampf ablassen sollen, und Satan versuchte mich von der Plattform herunterzubringen, damit kein Altarruf stattfinden kann. Herr, in meinem Herzen brannte es: „Jemand befindet sich dort. Jemand sucht diesen Felsen.” Wir danken Dir, Vater, für den Sieg. Als der letzte zum Altar gegangen ist, ging das Licht an Er erkannte, dass er verloren ist, und Satan musste den Kampf aufgeben.
Heute Abend stehen hier fünf kostbare Seelen - die Zahl der Gnade. Fünf: J-e-s-u-s, G-1-a-u-b-e, G-n-a-d-e. O Gott, Du bist Gott. Du kannst nicht versagen. Du hast immer Recht.
E-57 Ich stehe hier auf der Seite und schaue herab. Hier ist Schwester Wilsons Tochter. Ich kannte sie schon als kleines Mädchen. Ich kann mich daran erinnern, als Du sie riefst. Ich erinnere mich an den Abend in New Market vor vielen Jahren. Ich denke daran, Herr.
Neben ihr steht eine Dame aus New York, um mit uns zu pilgern.
Hier steht ein junger Mann und eine junge Frau an diesem Wendepunkt, während in der Welt unmoralische Tänze und dergleichen vor sich gehen. Sie sind gekommen, um den Felsen zu suchen.
Am Ende des Altars steht ein junger Mann, seine Hände sind erhoben. Er möchte den Felsen finden. Jesus, Du bist dieser Fels und Du hast gesagt: „Wo immer zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin ICH mitten unter ihnen.” Der Felsen befindet sich hier.
E-58 Es mag alles befremdend aussehen, Vater, so einfach. Du machst alles so einfach, dass wir es nicht verfehlen können. Als sie von ihrem Sitzplatz aufgestanden sind und der Einladung gefolgt sind, versuchte Satan, sie zurückzuhalten, doch er hat verloren. Nun, als Dein Knecht lege ich ihnen die Hände auf und spreche Deinen Segen über sie aus. O Gott, möge er folgen, denn sie möchten aufrichtig und ehrlich Deinem Geiste folgen. Ich tue das gleiche.
Ich bitte, dass die Seele meiner Schwester nicht verlorengehe und dass ihr Verlangen, das ewige Leben zu empfangen, ihr gewährt wird im Namen Jesu Christi.
E-59 Ich lege meiner Schwester die Hände auf in dem Bewußtsein, dass sie durch viele Trübsale gegangen ist. Ich weiß, sie betet für ihren lieben Jungen. Ich weiß, dass dem Vater, während er sein Opfer brachte, Tränen die Wangen herabliefen. Als wir heute Morgen beteten, übergab er den Jungen dem Herrn. Diese Eltern lieben ihr Kind. O Gott, sie suchen einen Ort, wo sie den Dampf herauslassen können, wissend, dass alles recht ausgehen wird. Vater, wir haben es Dir hingelegt. Du wirst es gewähren, wir fürchten uns nicht. Schenke Du ihr jetzt die Gewißheit, Vater. Wir bitten es im Namen Jesus.
E-60 Vater, dieser junge Mann und diese junge Frau kommen zusammen, dass ich ihnen die Hände auflege. Sie kommen, um den Dampf ablassen zu können. Dieses hübsche junge Paar. Wir wissen, dass sie ein Köder für den Teufel wären, wenn er sie nur gebrauchen könnte. Doch sie sind wie ein Brand aus dem Feuer herausgerissen. Sie kommen, Herr, weil sie einen Zufluchtsort finden möchten. Sie möchten dahin kommen, wo sie den Dampf, den Druck, ablassen und stille vor Gott werden können, wissend, dass ER Gott ist. Ich bitte, Vater, dass Du ihnen gerade jetzt die selige Gewißheit geben möchtest. Mögen alle Schuppen von ihnen gerissen werden.
E-61 Dieser junge Mann, Herr, der hier mit erhobenen Händen steht, ist der letzte. Sobald er aufstand um zu kommen, gingen die Lichter an. Diese Anzahl hast Du gerufen. „Alle, die der Vater Mir gegeben hat, werden kommen.” Alles, was wir tun können, ist, an dem Wort festhalten. Die der Vater zum Leben bestimmt hat, werden folgen. Und jetzt ist er gekommen. Er möchte den Fels finden, Herr, damit er sich eine kleine Weile ausruhen kann. Ich bitte, oh Gott, dass Du ihn jetzt in die Felsspalte hineinbringen möchtest.
E-62 Möge jede Fessel zerbrechen. Möge alles, was gegen euch war und euch behinderte, jetzt von euch abfallen. Möge der Zorn oder was immer es ist, das Temperament, die Sorge, der Zweifel, die Sünde, die euch beschleicht, euch verlassen. Herr, als Dein Knecht und ihr Bruder trete ich fürbittend für sie ein als einer, der zwischen den Lebenden und den Toten steht. O Gott, ich stelle den Anspruch für ihre Seelen. Ich beanspruche ihren Sieg im Gehorsam, in diesem Altarruf. Wir wissen, Satan versuchte es aufzuhalten, doch ich stelle jetzt den Anspruch auf sie als Dein Knecht. Ich übergebe sie Dir, Herr Jesus, als Siegeslohn Deiner Gnade, als Siegeslohn der Gegenwart des Heiligen Geistes, der sie heute abend unter verschiedenen Umständen gerufen und zu dem Felsen gebracht hat. Mögen sie jetzt den Druck freigeben und wissen, dass Jesus gesagt hat: „Niemand kann zu Mir kommen, bis er gerufen wird Und alle, die kommen, denen werde Ich das ewige Leben geben und sie am letzten Tage auferwecken.” Es ist geschehen, Herr. Ich übergebe sie Dir jetzt im Namen Jesu Christi. Amen.
E-63 Gott segne euch, während ihr dort steht. Wenn ihr auf euren Sitzplatz zurückgeht, so wißt, dass all euer Begehren und was euch beschlichen hat und die Dinge, die verkehrt waren, unter dem Blute sind. Es ist vollbracht. Glaubt ihr es? Glaubt ihr es wirklich? Glaubst du es wirklich, Bruder? Glaubst du es, Schwester? Glaubt ihr es alle? Dann soll es sein. Es ist geschehen. Es ist schon Vergangenheit.
Gott segne euch und gebe euch das beste in diesem Leben und das ewige Leben, welches ihr schon besitzt. Ihr seid über die Sünde erhoben. Die Sünde ist unter euren Füßen. Was würde es mir nützen, hier zu stehen und euch etwas sagen, das nicht stimmt Ich würde als Betrüger betrachtet am Ende meines Weges. Ihr habt das ewige Leben empfangen, weil ihr an den Herrn Jesus Christus glaubt. Legt jetzt jede Sünde beiseite. Werft jede Fessel ab. Gehet frei aus. Laßt den Dampf ab. Ihr seid Christen. Ihr wurdet über die Sünde erhoben und habt das Angeld für euer ewiges Heil empfangen, denn Christus hat euch angenommen.
E-64 Hat ER nicht gesagt: „Niemand kann zu Mir kommen, es sei denn, Mein Vater ziehet ihn zuerst. Und wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen, sondern ihm das ewige Leben geben und ihn am letzten Tage auferwecken!”? Dann ist es erledigt. Amen. Es ist alles vorüber. Gott segne euch jetzt und sei euch gnädig. Liebt ihr Ihn alle'?
Ich liebe Ihn, ich liebe Ihn,
denn Er liebte mich zuerst.
Und erkaufte mein Heil
auf Golgatha.
Wie viele von euch empfinden, dass der Druck euch verlassen hat?
Ich habe gefunden den Hafen der Ruh',
ich bin nun erlöst und befreit.
Ob ringsum es stürmt, in des Heilandes Hand,
da ruh' ich in Ewigkeit.
E-65 Wie es in der Geschichte von Charles Wesley heißt, als er sich in seinem Ausflugsort am See befand. Er hatte eine kleine Hütte und las. Der Herr hatte ihn dorthin geführt. Und während er studierte, wirkte Gott an ihm und gab ihm einen Gesang. Zunächst konnte er gar nicht beginnen. Doch dann begann er etwas, und die Inspiration verließ ihn. Er begab sich an den Strand, hörte den Wellen zu und meinte, eine Inspiration zu finden in dem Geräusch der Wellen. Plötzlich erhob sich ein Sturm. Nichts geschieht durch Zufall, alles ist von Gott bestimmt. Ganz gleich, was geschieht, alles dient uns zum Besten.
E-66 Er eilte in seine kleine Hütte, als die Winde wehten. Er dachte: „Ich werde vom Ufer gefegt, ehe ich dort ankomme.” Er zog seinen Mantel am Kragen hoch und fing an zu laufen. Etwas traf ihn an der Brust. Er schaute sich um. Es war ein kleiner Sperling, der Zuflucht suchte. Er hielt den Vogel an sich, bis der Sturm vorüber war und die Sonne herauskam, setzte ihn dann auf seinen Finger und ließ ihn fliegen. Danach traf ihn die Inspiration und er schrieb den Gesang:
Fels des Heils, geöffnet mir,
birg mich, ew'ger Hort, in Dir...
O, das mag ich. Fels des Heils in einem ermüdenden Land. Eine Unterkunft in der Zeit des Sturmes. O Fels des Heils, birg mich in Dir! Verberge mich, o Fels des Heils, der für mich geschlagen wurde.
E-67 Die großen Dichter der Gesänge, an denen wir uns noch heute erfreuen! Ihr fragt: „Sind die Lieder inspiriert?” Jesus sprach davon, als ER auf Erden war und bezog sich auf die Psalmen: „Steht nicht in den Psalmen geschrieben? Hat David nicht dies oder jenes darin gesagt?” Natürlich sind sie inspiriert wie das Predigen oder etwas anderes inspiriert ist.
Ich bin so froh, eine Zuflucht zu haben. Eine andere Zuflucht kenne ich nicht.
Meine Hoffnung ist gegründet
auf Jesu Blut und Gerechtigkeit;
Wenn alles um mich herum vergeht,
Dann bleibt Er doch meine Hoffnung und Fels,
auf Christus, dem standhaften Felsen, ich verbleibe,
denn alles andere ist sinkender Sand.
Was immer es auch sein mag.
Gott segne euch und euren Hirten. Satan versuchte, das Licht auszumachen, doch Gott hat den Sieg davongetragen.

Up